Wie „Kiss & Ride“ funktioniert: ein kleiner Kuss und Tschüss

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„Kiss & Ride“ gibt es am CFA in Kelmis. | Fotos: Polizei

Diese Art Parkplätze hat auch in Ostbelgien in den letzten Jahren an verschiedenen Schulen Einzug gehalten. Es gibt mehrere in Eupen und einen in Kelmis am César-Franck-Athenäum. Diese Parkplätze sind nicht immer ausdrücklich als „Kiss & Ride Parkplätze“ ausgewiesen, doch haben sie alle gemeinsam, dass sie mit dem Parkverbotsschild (E3) ausgestattet sind.

Der Begriff „Kiss & Ride“ („Küssen & Fahren“) wird als solcher nicht in der Straßenverkehrsordnung aufgeführt. Ein Schild mit dieser Aufschrift oder mit einem entsprechenden Symbol hat für sich alleine keinerlei Gesetzeskraft. Im Prinzip wird das Parken mit einem Parkverbotsschild E1 oder mit dem Parkschild E9a geregelt, eventuell mit Zusatzschild zu den Zeitzonen. Ein Verstoß wird in beiden Fällen mit einer Geldbuße von 58 Euro geahndet.

Die Grundidee des Kiss & Ride Parkplatzes ist es, in erster Linie Kindern in Schulnähe das Ein- und Aussteigen zu vereinfachen und sicher zu gestalten. Ein kleiner Kuss und Tschüss. Idealerweise bleiben die Eltern im Fahrzeug sitzen. Dies nennt man Halten. Der Halt sollte kurz ausfallen, damit andere Fahrzeuge das Gleiche machen können. Dieses System soll ein wenig Ordnung bringen und helfen, wildes Parken oder Stau in den Stoßzeiten zu vermeiden.

<p>„Kiss &amp; Ride“ gibt es auch an mehreren Eupener Schulen, wie etwa am Heidberg.</p>
„Kiss & Ride“ gibt es auch an mehreren Eupener Schulen, wie etwa am Heidberg.

Strikt verboten ist somit das Halten, bei dem Vater oder Mutter mit ihrem Kind aussteigen, den Wagen abschließen und das Kind in die Schulklasse begleiten. In diesem Fall spricht der Gesetzgeber von Parken und es ist eine Geldbuße fällig. Hier sollten die Eltern Parkplätze aufsuchen, auf denen auch das Parken erlaubt ist. Letzteres ist vor allen Dingen ratsam für Kindergartenkinder oder Kinder in den ersten Schuljahren.

Der Appell der Polizei: Bitte nicht egoistisch denken, sondern sich an die Regeln halten, dann funktioniert das System des „Kiss & Ride“ einwandfrei und alle Kinder gelangen sicher in die Schule. (red)

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