Die Initiative läuft noch bis Ende August 2021. Was bedeutet der Ansatz der „sozialen Normen“ konkret: Untersuchungen haben ergeben, dass der Einzelne glaubt, dass sein Verhalten dem der Mehrheit um ihn herum entspricht. Zum Beispiel denkt ein Mensch, der viel Alkohol trinkt, dass die Mehrheit der Menschen auch viel trinkt. Dies ist jedoch oft eine Fehleinschätzung. Diese Fehleinschätzung bestimmt aber maßgeblich das eigene Konsumverhalten.
In Ostbelgien und der Euregio läuft dazu in einem ersten Schritt eine große Gesundheitsumfrage für junge Menschen von zwölf bis 26 und ältere Menschen ab 55 Jahren. Jeder aus der Zielgruppe ist eingeladen, sich an der Umfrage unter www.healthsurvey.eu zu beteiligen. Damit sollen Einblicke in den Lebensstil und die Erfahrungen im Umgang mit Alkohol und Medikamenten (55plus) sowie Cannabis, Gaming und Alkohol (12-26 Jährige) und der Haltung zu diesen Themen gewonnen werden.
Auf der Basis dieser Daten werden in einem zweiten Schritt „positive“ Botschaften formuliert, die auf den tatsächlichen sozialen Normen der Umwelt basieren. Ziel dieser Botschaften ist es, die subjektiv erlebte, in der Regel ungesunde soziale Norm, zu korrigieren. Die Menschen sollen motiviert und dazu bewegt werden, eigenverantwortlich gesündere Entscheidungen zu treffen und zu einem geringeren Konsumverhalten animieren. Dabei verzichtet diese Präventionskampagne auf den erhobenen Zeigefinger, sondern soll die Gesundheitskompetenz der Menschen stärken und so einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten. Das Projekt wird mit einer Förderung von rund 1,07 Millionen Euro durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der EU unterstützt. In diesem Zuge erhält die ASL ebenfalls eine Kofinanzierung durch die DG, und die Projektpartner zahlen ihren eigenen Anteil.
Mehr zum Thema unter www.asl-eupen.be. (red)

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