Sternsinger auch im DG-Parlament als Friedensbotschafter unterwegs

<p>Gruppenfoto aller Sternsinger zusammen mit Vertretern des DG-Parlamentes im Rahmen des Empfangs am vergangenen Mittwoch.</p>
Gruppenfoto aller Sternsinger zusammen mit Vertretern des DG-Parlamentes im Rahmen des Empfangs am vergangenen Mittwoch. | Foto: Lothar Klinges

Aus acht ostbelgischen Pfarrverbänden (Amel fehlte entschuldigt) hatten sich je drei Könige und ein Sternträger, wie die Weisen aus dem Morgenland, auf den Weg nach Eupen gemacht. Stellvertretend für die rund 900 Sternsinger in der DG haben sie das Segenszeichen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ wie seit 2016 im Parlamentsgebäude angebracht. Die kleinen Könige aus Hünningen bei Büllingen, Dürler, Nidrum, Eupen, Kelmis, Walhorn, Raeren und Wallerode, die sich mit dem Jahresthema „Frieden! Im Libanon und weltweit“ auseinandergesetzt haben, stellten sich und ihre Aktion im Parlament vor, so wie sie es in den vergangenen Tagen in ihren Pfarrverbänden von Haus zu Haus getan haben.

<p>In diesem Jahr oblag es der Sternsingergruppe Eupen den Segen anzubringen und beim Parlamentspräsidenten Karl-Heinz Lambertz (r.) um eine Spende zu bitten.</p>
In diesem Jahr oblag es der Sternsingergruppe Eupen den Segen anzubringen und beim Parlamentspräsidenten Karl-Heinz Lambertz (r.) um eine Spende zu bitten. | Foto: Lothar Klinges

Karl-Heinz Lambertz freute sich, dass in diesem Jahr das Thema Frieden im Mittelpunkt der Aktion gestellt wurde und dankte den vielen Begleitpersonen für ihren Einsatz mit den Jugendlichen und Kindern: „Die meisten Menschen kennen Krieg nur mehr aus der Geschichte. Frieden ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Es geht um Dialog, Zusammenarbeit, Respekt voreinander“, unterstrich der Präsident des DG-Parlamentes.

<p>Die Gruppe aus Walhorn</p>
Die Gruppe aus Walhorn | Foto: Lothar Klinges

Besonders freute es ihn, dass immerhin 1,3 Prozent der ostbelgischen Bevölkerung als Sternsinger(innen) unterwegs waren. „Es ist ergreifend zu sehen, wie sich junge und ältere Menschen bei Wind und Wetter engagieren, eine Frohe Botschaft überbringen und es schaffen, die zahlreichen Süßigkeiten, die sie erhalten, gerecht zu verteilen. Die gerechte Verteilung hat viel mit Frieden zu tun.“

<p>Die Sternsinger aus Wallerode</p>
Die Sternsinger aus Wallerode | Foto: Lothar Klinges

Neben Birte Linden vom Aachener Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ nahm auch Jean Lazarus aus Eupen am Empfang teil. Der langjährige Diözesandirektor von Missio Eupen und Lüttich und Nationalsekretär des Kindermissionswerkes in der Deutschsprachigen Gemeinschaft hatte die Sternsingeraktion vor 36 Jahren in Ostbelgien ins Leben gerufen. Heute findet diese Aktion von Kindern für Kinder in 57 Ortschaften beziehungsweise 42 Pfarren oder neun Pfarrverbänden Ostbelgiens statt. Birte Linden erinnerte an den gleichzeitig stattfindenden Besuch der Sternsinger aus Montenau-Iveldingen im EU-Parlament in Brüssel.

<p>Die Sternsinger aus Kelmis</p>
Die Sternsinger aus Kelmis | Foto: Lothar Klinges

„Ihr habt den Menschen viel Freude bereitet“, betonte die Verantwortliche von der Aachener Zentralstelle der Sternsinger. Die bischöfliche Delegierte für Ostbelgien, Fina Keifens, überbrachte die Grüße des Bischofs: „Ihr habt Euch von dem Thema Frieden berühren lassen.“ Sie dankte den Begleitpersonen und besonders den Eltern, die den Kindern als Sternsinger das Herz für christliche Solidarität in der Nachfolge Jesu geöffnet haben.

<p>Die Gruppe aus Dürler</p>
Die Gruppe aus Dürler | Foto: Lothar Klinges

Und dann kam der Moment der Segnung des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft: Drei Sternsinger aus Eupen übernahmen die Aufgabe, den Schriftzug 20*C+M+B+20 an den Präsidiumstisch des Parlaments anzubringen, während der Präsident den Sternsingern eine Spende für Projekte im Libanon und weltweit überreichte. Seit Mittwoch begrüßt der Segen die Abgeordneten und Besucher im Parlament. Die Sternsinger freuten sich, dass diese Tradition vor vier Jahren von Parlamentspräsident Karl-Heinz Lambertz wieder aufgenommen wurde. Der PDG-Vorsitzende bedankte sich bei den Sternsingern und Begleitpersonen, die nicht nur über das Gute sprechen, sondern sich aktiv für mehr Solidarität mit den Ländern des Südens einsetzen und Verantwortung übernehmen.

<p>Die Sternsinger aus Hünningen bei Büllingen</p>
Die Sternsinger aus Hünningen bei Büllingen | Foto: Lothar Klinges

Schließlich bedankte sich Marie-Christine Hoen-Dorr beim Parlamentspräsidenten für seine Wertschätzung der Aktion sowie bei den Sternsingern und Verantwortlichen: „Bei eurem Einsatz für eine gerechtere Welt wart ihr großartig, denn Ihr habt als Segensbringer viele Herzen geöffnet. Ihr habt vielen Menschen Freude bereitet. Ihr seid einzigartig, schön, dass es euch gibt.“ Am Ende gab es für alle Sternsinger in der Cafeteria des Parlaments Kakao und Gebäck. Der nächste Sternsinger-Empfang im Eupener Parlament findet am Mittwoch, 6. Januar 2021, statt.

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