18 Panzer können noch immer nicht Munition abfeuern

<p>Der Piranha-Panzer ist nicht voll funktionstüchtig.</p>
Der Piranha-Panzer ist nicht voll funktionstüchtig. | Foto: belga

Das Problem soll bei den 90-mm-Geschützen liegen, mit denen einige Piranha-Fahrzeuge ausgerüstet wurden. Die Komplikationen gehen auf ihre Anschaffung zurück. Die erfolgte, als der ehemalige Verteidigungsminister André Flahaut (PS) noch im Amt war.

Diese „Piranha“-Kampfpanzer wurden 2006 beim Schweizer Hersteller Mowag bestellt. Der Auftrag hatte einst innerhalb der Armee Fragen aufgeworfen, da das 90-mm-Kaliber innerhalb der NATO kein Standard ist. Gleich zu Beginn hatten sich auch Fragen zum Vergabeverfahren ergeben. Die Finanzinspektion äußerte Kritik, da nur das wallonische Unternehmen CMI in der Lage war, diese Art von Geschütze zu liefern, und nur die Firma Mecar die Munition dazu produzierte. Die Fabrik Mecars befindet sich indes in Nivelles und damit im Wahlkreis Flahauts.

Als er dessen Nachfolge antrat, widersetzte sich der neue Verteidigungsminister Pieter De Crem (CD&V) dem Auftrag für 22 Piranha-Panzer. Für 18 war es aber zu spät.

Die Militärgewerkschaft CGPM bedauert, dass die Armee dieses Problem seit zehn Jahren nicht mehr lösen konnte. Sie hält die Anschaffung für eine Verschwendung öffentlicher Gelder. (mv/belga)

Kommentare

  • Vielleicht sollte die ganze NATO auf koreanische Produkte umsteigen. Daewoo fährt wenigstens. Hier in D steht auch schon alles. Kein Geld für Reparaturen.

  • Das Problem ist ja nicht dass die Fahrzeuge nicht fahren, sondern dass sie nicht schiessen. Da Belgier aber ohnehin mehr fahren als schiessen ist das (noch) kein grosses Problem.

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