Kampf gegen Buschbrände geht weiter - Warnung vor Plünderern

<p>Die Buschbrände in Australien wüten weiter.</p>
Die Buschbrände in Australien wüten weiter. | Foto: Dan Himbrechts/AAP/dpa

Während in Australien der Kampf gegen die Flammen weitergeht, warnen die Behörden vor Kriminellen. Im Bundesstaat New South Wales wurden nach Angaben der Polizei drei Menschen wegen des Verdachts von Plünderungen angeklagt. In den Feuergebieten sollen Streifen etwaigen Dieben das Handwerk legen. „Es ist schwer zu verstehen, dass es Leute gibt, die versuchen, auf Kosten von Gemeinden, die ohnehin schon so viel verloren haben, zu profitieren und sich zu bereichern“, sagte Einsatzleiter Gary Worboys am Dienstag. Verbraucherschützer warnten zudem vor Spendenbetrügern.

Etwas Regen und kühlere Temperaturen machten die Arbeit der Feuerwehrleute bei den Bränden etwas leichter. Aber auch diese Woche soll es wieder teilweise 40 Grad und heißer werden. Der Feuerwehrchef des Bundesstaates New South Wales, Shane Fitzsimmons, sagte, die mehr als 2.600 Helfer nutzten die „günstigen Bedingungen“, um sich vorzubereiten, bevor die Brandgefahr am Freitag voraussichtlich wieder steigen dürfte.

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Es wird befürchtet, dass die Feuer in Australien noch Monate dauern. An der Grenze von New South Wales und Victoria bewegten sich zwei Brände aufeinander zu, so dass ein Riesenfeuer entstehen könnte.

Seit Beginn der großen Brände im Oktober sind landesweit 25 Menschen und schätzungsweise 500 Millionen Tiere ums Leben gekommen. Mehr als 2.000 Häuser sind zerstört. Mehr als 10 Millionen Hektar brannten nieder.

Am Dienstag hieß es, auf die Versicherungen kämen bislang Kosten von 700 Millionen australischen Dollar zu, das sind etwa 430 Millionen Euro. Nach Angaben des australischen Versicherungsverbands gab es fast 9000 Schadensmeldungen – es wird aber erwartet, dass die Zahl noch deutlich steigt.

US-Präsident Donald Trump drückte nach Angaben des Weißen Haues im Gespräch mit dem australischen Premierminister Scott Morrison seine Sorge und sein Beileid aus. Er bot der australischen Regierung die Unterstützung der USA im Kampf gegen die Feuer an.

EU-Ratspräsident Charles Michel hat Australien ebenfalls mehr Unterstützung angeboten. „Die EU und ihre Mitgliedsstaaten sind bereit, mehr zu tun“, schrieb Michel am Dienstag auf Twitter. „Wir stehen an der Seite aller Australier, die von dieser Katastrophe beispiellosen Ausmaßes betroffen sind.“ Das Angebot richtete sich an den australischen Premierminister Scott Morrison. Die EU hat nach Michels Worten bisher mit Landkarten geholfen, Rettungsmaßnahmen zu erleichtern.

Auch Prominente zeigen sich weiter solidarisch: Der australische Schauspieler Chris Hemsworth („Thor“) hat nach eigenen Angaben eine Million australische Dollar (620.000 Euro) gespendet. Auch Pop-Superstar Elton John will laut Medienberichten eine Million Dollar für die Opfer der verheerenden Buschbrände spenden. Dies sagte der 72-jährige Brite während eines Konzerts in Sydney, wie mehrere australische Medien am Dienstag berichteten. (dpa/alno)

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