Insgesamt waren nach Angaben des Arbeitsamtes Ende Dezember 1.164 Männer (+50 seit November) und 1.120 Frauen (+23) als Arbeitsuchende ohne Beschäftigung eingetragen. Dieser Anstieg zum Jahresende verteilt sich über verschiedenen Sektoren, wobei saisonal bedingt vor allem das Baufach zu nennen ist. Auch in den anderen Landesteilen sind die Arbeitslosenzahlen im Dezember leicht angestiegen, vor allem in der Wallonie (+2,6%). Im Landesschnitt waren rund 1,2 Prozent mehr Arbeitslose gemeldet als im November. Insgesamt waren im Dezember in Belgien rund 470.000 Vollarbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosenquote Belgiens beträgt 9,2 Prozent. In der Wallonie beläuft sie sich auf 13,1%, in Flandern auf 5,9%.
Die Zunahme der Arbeitslosenzahlen in Ostbelgien ist sowohl im Norden wie im Süden zu verzeichnen. Sie ist den Angaben zufolge fast ausschließlich auf Empfänger von Arbeitslosengeld begrenzt, während bei den Schulabgängern nach dem Rückgang der letzten beiden Monate erwartungsgemäß keine Veränderung mehr vorliegt. Der größte Anstieg (+11%) liegt in der Gruppe der 40-50-Jährigen vor. Die größte Altersgruppe in Ostbelgien sind weiterhin die Arbeitsuchenden über 50 Jahre, deren Anteil an der Arbeitslosenzahl bei 38% liegt. Dieser Anteil ist bei den Männern genau so groß wie bei den Frauen. Knapp die Hälfte (49,3%) der Arbeitslosen in Ostbelgien werden zu den Langzeitarbeitslosen gezählt (seit mehr als einem Jahr lang arbeitslos). Selbst mit diesem hohen Anteil liegt die DG aber noch unter dem Landesschnitt von 54%. Nur in Flandern ist diese Gruppe mit 48,9% etwas kleiner als in Ostbelgien. Die Jugendarbeitslosigkeit ist in der DG dahingegen deutlich niedriger als in den anderen Landesteilen. Die Arbeitslosenquote der Jugendlichen beträgt hier 8,1%, im Vergleich zu 19% auf Landesebene. In der Wallonie beträgt sie 28%, und selbst in Flandern ist sie mit 13% höher als in Ostbelgien. Entsprechend ist auch der Anteil Jugendlichen an der Gesamtarbeitslosigkeit in Ostbelgien mit knapp 14% niedriger als in Flandern oder der Wallonie (jeweils rund 19%). Im Vergleich zum Vorjahr ist in Ostbelgien erstmals seit September 2014 nochmals ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen: Im Vergleich zu Dezember 2018 sind 63 Personen als Arbeitsuchende gemeldet, was einem Plus um 2,8% entspricht. In den anderen Region liegt weiterhin ein Rückgang vor (-2,7% im Landesschnitt), allerdings auch deutlich schwächer als in den letzten Monaten. Weitere Informationen unter www.adg.be und www.ostbelgienstatistik.be. (red)

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