Kein „Weihnachtsgeschenk“ aus Nordkorea - Sorge vor Eskalation bleibt

US-Präsident Donald Trump zeigte sich demonstrativ gelassen, als er an Heiligabend von Reportern auf Drohungen aus Pjöngjang angesprochen wurde. Er verbrachte Weihnachten in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida. In den Vereinigten Staaten ist lediglich der 25. Dezember ein Feiertag.

Die kommunistische Führung in Nordkorea hatte Anfang Dezember die verdeckte Warnung in Richtung USA geschickt: Es sei „ganz den USA überlassen, zu wählen, welches Weihnachtsgeschenk sie erhalten“. Mit jedem Tag wachsen seither die Befürchtungen, dass Nordkorea im Atomkonflikt angesichts der stagnierenden Verhandlungen mit den USA wieder auf Eskalation setzen und mit einem „Weihnachtsgeschenk“ einen neuen Raketentest oder andere Waffenversuche meinen könnte. Pjöngjang hatte den USA eine Frist bis Jahresende gesetzt, um im Ringen um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm Entgegenkommen zu zeigen.

Auf die unbestimmte Drohung aus Nordkorea angesprochen sagte Trump am Dienstag in Palm Beach: „Wir werden herausfinden, was die Überraschung ist, und werden damit sehr erfolgreich umgehen.“ Er kümmere sich um Überraschungen, sobald sie einträten. Fast scherzhaft antwortete er auf die Frage, welche Optionen er in Betracht ziehe, sollte Nordkorea eine Langstreckenrakete testen: „Wir werden sehen, was passiert. Vielleicht ist es ein schönes Geschenk. Vielleicht ist es ein Geschenk, mit dem er mir eine schöne Vase im Gegensatz zu einem Raketentest schickt.“ (dpa)

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