Nord-Stream-2-Pipeline wird trotz Sanktionen fertig gebaut

<p>Das Verlegeschiff „Audacia“ des Offshore-Dienstleisters Allseas verlegt in der Ostsee vor der Insel Rügen Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2.</p>
Das Verlegeschiff „Audacia“ des Offshore-Dienstleisters Allseas verlegt in der Ostsee vor der Insel Rügen Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2. | Foto: dpa

„Zusammen mit unseren Partnerfirmen arbeiten wir an der schnellstmöglichen Fertigstellung des Projektes.“ Wie dies laufen soll, sagte ein Sprecher auf Anfrage zunächst nicht.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor die vom US-Kongress beschlossenen Strafmaßnahmen per Unterschrift in Kraft gesetzt. Die USA versuchen, den Fertigbau auf den letzten Metern noch zu verhindern. Washingtons „Gesetz zum Schutz von Europas Energiesicherheit“ zielt auf die Betreiberfirmen der hoch spezialisierten Schiffe ab, mit denen die Leitungsrohre durch die Ostsee verlegt werden.

Die am Projekt beteiligte Schweizer Firma Allseas kündigte an, den Pipeline-Bau auszusetzen. US-Politiker hatten der Firma mit „potenziell vernichtenden“ Sanktionen gedroht, sollte sie die Pipeline fertigbauen.

Es wird erwartet, dass der Bau der Leitung nun teurer wird und sich verzögert, weil Russland keine eigenen Spezialschiffe für solche Arbeiten hat und Ersatz suchen muss. Kremlchef Wladimir Putin hatte zudem Gegenmaßnahmen auf die US-Sanktionen angekündigt.

Nord Stream 2 soll vom kommenden Jahr an Gas von Russland nach Deutschland liefern. Bislang wurden nach Angaben des Nord-Stream-2-Konsortiums mehr als 2100 Kilometer des Doppelstrangs in der Ostsee verlegt. Rund 300 Kilometer fehlen noch. (dpa)

Kommentare

  • Man möge mir doch bitte erklären wozu dieser Aufstand. Laut europäischem „Green Deal“ werden wir doch in Kürze auf alle fossilen Brennstoffe verzichten, auf Kohle, Öl und auch Gas. Wir haben es jahrelang ohne diese Pipeline geschafft und wenn wir doch kein Gas mehr verbrennen dürfen, brauchen wir doch auch kein Gas mehr, oder? Deutschland fängt doch sicher morgen damit an diesen „Green deal“ umzusetzen, oder?

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