In Belgien ist vor allem Flandern durch den Brexit gefährdet – wegen des Güterverkehrs über die Häfen Antwerpen und Zeebrugge. In der Provinz Antwerpen stehen 7.900 Jobs auf der Kippe, doppelt so viel wie bei der Schließung von Opel Antwerpen im Jahr 2010 (3.800 Jobs). Proportional gesehen wäre Westflandern am stärksten betroffen, da 1,3 Prozent der Arbeitsplätze gefährdet sind.
Auf nationaler Ebene könnte ein „harter“ Brexit Belgien bis zu 42.000 Arbeitsplätze und 2,4 Prozent Wachstum kosten. Die am stärksten von diesem Worst-Case-Szenario betroffenen Sektoren sind Lebensmittel und Getränke, Verwaltungsdienstleistungen, Textilien und Rechtsberufe. (gz/belga)

Kommentare
Zur Zusammenarbeit Deutschlands mit Belgien sollten Sie sich mal die Zahlen der Debelux ansehen., bevor Sie das Rad neu erfinden.
Belgien könnte sich stärker auf Deutschland ausrichten. Wir können in Deutschland jede Zusammenarbeit gebrauchen. Allein in Hannover gehen über 10.000 Arbeitsplätze in den kommenden fünf Jahren. Wirtschaft lebt davon auf Märkten Produkte und Dienstleistungen abzusetzen. Dafür gibt es Wertschöpfungsketten, die wir auch gemeinsam bilden können.
Gemeinsam das Geschäft mit den USA auszubauen, ist nicht nur ein britischer Gedanke. Das Rad wird nicht neu erfunden, es wird nur woanders montiert. Von der E-Mobilitaet vom Skateboard bis zum Flugzeug will auch Belgien profitieren. So wie Thunder Power in Charleroi bauen wird, kann der eigene Markt noch umfangreicher mit eigenen E-Autos besetzt sein. Lassen VW oder andere Firmen diese Chance aus, bleibt noch Platz für ein weiteres Modell aus Belgien.
Bei Lebensmitteln und Agrartechnik sehe ich die besten Chancen. Die Agrarbranche läuft seit vielen Jahrzehnten unverändert gut und immer global. Joint Ventures mit US Firmen brauchen auch mehr juristische Dienstleistungen.
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