110 Jahre später: Postkarte erreicht mit Verspätung ihr Ziel

<p>Endlich angekommen: Jacques Fourmentin (links) hat die 110 Jahre alte Postkarte in Empfang genommen.</p>
Endlich angekommen: Jacques Fourmentin (links) hat die 110 Jahre alte Postkarte in Empfang genommen. | Foto: Bernard Libert (Sudpresse)

Die Mitarbeiter der Bpost staunten nicht schlecht, als sie vor einigen Tagen in einer Niederlassung in Binche eine knapp 110 Jahre alte Postkarte per Zufall in einem Büro entdeckten. Adressiert war das gute Stück an eine gewisse Jeanne Gallez. Doch die weilt längst nicht mehr in der Provinz Hennegau, denn sie starb vor Jahrzehnten.

Der Tod der Dame war für Bpost aber kein Grund, die Postkarte in den Papierkorb zu werfen. Er war vielmehr ein Ansporn, einen Nachkommen von Jeanne Gallez ausfindig zu machen und ihm die Botschaft zuzustellen. Der Schlüssel zum Erfolg: Facebook.

Auf dem sozialen Netzwerk machte ein Post die Runde, den Jacques Fourmentin – ein Enkel von Jeanne Gallez – entdeckt. „Ich habe daraufhin eine Nachricht an Bpost geschrieben und erklärt, dass ich mit Jeanne Gallez verwandt bin“, berichtet der 62-jährige Senior der Tageszeitung „La Meuse“. Kurz darauf wurde ein Postbote mit der besagten Karte an seiner Haustür in Enghien vorstellig. Ein Moment, der Jacques Fourmentin ein breites Lächeln ins Gesicht zauberte. „Sie können sich gar nicht vorstellen, wie glücklich ich mit dieser Karte bin“, sagt er.

Warum genau die Postkarte erst jetzt aufgetaucht ist, wisse niemand so genau. Bpost versichert indes aber, dass solche Fälle „nur äußerst selten vorkommen“. Und solange eine lesbare Adresse auf den Schriftstücken vermerkt sei, würden die Botschaften auch zugestellt – egal, wie alt sie sind. (calü)

Kommentare

  • Jeanne Galle aus Gallien hat nach 110 Jahren ein Vorteil von Bpost erreicht, die Post kommt garantiert an.

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