Antoniadis trifft Di Rupo in Namur

<p>Elio Di Rupo (l.) und Antonios Antoniadis</p>
Elio Di Rupo (l.) und Antonios Antoniadis | Foto: Kabinett Antoniadis

Thematisiert wurde die Zusammenarbeit der beiden Regierungen in der Raumordnung und dem Wohnungswesen (übernimmt die DG Anfang Januar 2020) sowie die Zukunft der Provinz auf dem Gebiet deutscher Sprache, hieß es in einer Mitteilung. Konkrete Beispiele für die Zusammenarbeit seien im Wohnungswesen die Weiterführung des Systems der Sozialkredite und die Überprüfung der Bestimmungen zur Bewohnbarkeit der Wohnungen oder die Verlängerung der Aufsicht von Nosbau durch die Société wallonne du Logement. Im Bereich der Raumordnung betreffe das die Verwaltungsvereinfachung bei Anträgen für eine Globalgenehmigung oder die Zusammenarbeit mit der Lütticher Investitionsgesellschaft SPI, die sich um die Ansiedlung von Betrieben in den Industriezonen kümmert.

Ein zweites Thema betraf das Autonomiestatut der DG: Antoniadis habe an eine Resolution vom Mai dieses Jahres erinnert, in der die Forderung des DG-Parlamentes nach der Übernahme von Zuständigkeiten wie der Provinzbefugnis formuliert wurde. Die Provinz sei nach Auffassung der DG-Regierung eine untergeordnete Behörde zwischen der DG und den Gemeinden, die aufgrund der Kleinheit der DG nicht benötigt werde, hieß es. Außerdem würden durch die Provinz jedes Jahr erhebliche Steuern erhoben, darunter größtenteils über die Immobiliensteuer, „die nur in einem geringen Maße direkt in Angebote und Dienstleistungen für die Bürger der DG zurückfließen“, hieß es. Antoniadis wünsche sich eine Diskussion ohne Tabus im Laufe der Legislaturperiode. (red)

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Kommentare

  • Noch ein Nachtrag zum Geld:
    Eine Firma zu gründen, die Profit machen muss um Löhne zu zahlen, ist ein Thema. Ein Thema wie Zwangsarbeit durch Belgier zu dokumentieren und Geschichte wieder sichtbar zu machen, ein anderes. Gesellschaftsrechtlich kann ein Unternehmen auch zu 49 Prozent oder auch ganz in einer Stiftung liegen, der ersteinmal ein gemeinnütziger Verein vorraus geht, der inhaltliche Arbeit leistet und auch Mittel einwirbt, um Forschung und Entwicklung zu Landmaschinen zu leisten. Das Thema Zwangsarbeite im ländlichen Raum hätte natürlich auch das Ziel, bei einer Ausgründung eines privatwirtschaftlichen Unternehmens Lizenzgebühren für Patiente und Markenrechte in den Verein zu zahlen und am jetzt natürlich behaupten Gewinn künftig zu beteiligen. Ziel ist natürlich eine materielle Leistung für Familien, die Schadennehmer waren. Hierfür bedarf es eines dreisprsachigen Vereins, der idealerweise in Belgien sitzt und in Deutschland um Spenden und auch um Projektmittel Nachsuche kann. Ein deutscher Förderverein ist schon mit fünf Personen auf dem Weg. Wie viele sind es in Belgien? Wer Interesse an einem Förderverein hat um mit der Geschichte zu beginnen, schreibt bitte an Dietmar, eupen@web.de . Vielleicht gibt es ja Interesse.

  • Die Lütticher SPI kümmert sich also um die Ansiedlung von Industriebetrieben.
    Gerade wurde die Baggerfabrik in Gosselies bei Charleroi geschlossen. Was mich vor drei Jahren nach Charleroi brachte, war die Suche nach einer Familie Tagnon. Hatte aus einem alten Briefwechsel den Namen Leignon und auch ein Geschäft mit dem Namen im Netz entdeckt, in Walcourt . An beiden Orten kein Ergebnis. Erst gestern fand ich seine Familie durch das Internet in Ciney und Namur. Isidore Tagnon war Zwangsarbeiter in Deutschland, in meinem Dorf und hatte mehrere Monate an zwei Tagen die Woche bei meinem 76 jährigen Großvater auf dem Acker Bürger Hof arbeiten müssen. Meine Mutter war erst 13 Ihre Mutter 36. Isidore, wie er in den Erzählungen genannt ist verstand sich mit meinem Grossvater Heinrich Knapke, gut, der ebenfalls gegen Hitler war und nie an einem Krieg teilnahm. Die Kriegsgefangenen wurden wie Sklaven gefangen gehalten, mussten auch im Winter auf dem kalten Boden in dem Lager liegen und waren so oft ohne Schlaf, nie hatten sie genug zu essen und von manchen Bauern würden sie geschlagen. Bei uns war es gut, also normal. Alle assen zusammen am Tisch. Es war möglich eine Zeit zu schlafen. Die Bauern waren sehr verschieden. Einige Gefangene wurden vom Ortsgruppenführer Kleyböcker erschossen, habe von wenigstens vier Russen gehört, mit denen er ins Moor ging und sie ermordete. Schon im ersten Weltkrieg gab es in Voerden bei Osnabrück ein Gefangenenlager. Das Deutsche Reich war damals riesig und in jedem Dorf war es so. Es muss hundertausende Belgier in Deutschland gegeben haben in den Kriegen. In den Städten wie Osnabrück gab es nicht nur Zwangsarbeiter und Freiwillige, auch KZ-Häftlinge wurden zur Arbeit gezwungen. Über das Grenzecho kam ich an die Baggerfabrik in Charle. Meine Mutter war noch lange verliebt in ihreren Isidore, sie schrieben Briefe. Herr Tagnon wurde glaube ich Tierarzt. Auf einem anderen Hof musste er sehr aufpassen, seinen Hass gegen Hitler nicht zu zeigen. Das ist eine typische deutsche Geschichte. Bei uns waren noch André, ein Franzose und Piedro Polako, ein Ukrainer, der Stalin hasste. Da ist trotz Zwangsarbeiterfonds noch ein großes Kapitel auf den Dörfern. Wer konnte denn noch eine Entschädigung beantragen, Kinder und Enkel waren ja nicht zugelassen , niedrig waren diese Summen zudem. Herr Tagnon war der einzige aus Voerden, den ich finden konnte, in Belgien und das gerade erst. Und wiedereinmal tut uns Deutschen und mir Leid, wie schlimm ihr Belgier leiden musstet. Dafür nochmals Erg Sorry und Tres Pardon, falls man das so sagen kann. Im christlichen Sinne bleibt nur wieder die Bitte um Vergebung. Doch erst jetzt kann ich auch zu einer Idee kommen., die vielleicht funktioniert. Rechtlich ist bestimmt sehr vieles von damals verjährt bzw. Opfer und Täter leben nicht mehr. Aber emotional ist das Thema noch lebendig, es gibt ja Familien. Was kann man heute tun?
    Mit meinem Bruder Andreas Hilker versuchte ich eine Landmaschinenfirma bei Magdeburg zu übernehmen in den Neunzigern. Die Firma Claas blockierte das fünf Jahre, dann bauten sie Windkraftanlagen. Gerade schließen sie wieder. Dafür haben wir einen prämierten Businessplan gehabt und einige Patente, die alle zurückgekommen sind und für jeden recherchierbar sind auf www.dpma.de Menü/Recherche/Dpmaregister/Einsteigerrecherche. In der Suchmaske kann der Name des Erfinders Andreas Hilker eingegeben werden. Das 32te Patent war Europapatent.
    Interessant sind alle noch um eine neue Landmaschinenfirma in Charleroi zu gründen. Gute Entwickler werden noch vor Ort sein.
    Eine mehrreiheige Querhacke ersetzt die meiste Chemie auf dem Acker, vollautomatisch, auch als Selbstfahrer denkbar für einen globalen Markt, wie immer bei landwirtschaftlichen Maschinen. Ein Kind oder Enkel von Herrn Isidore Tagnon wäre daran zu beteiligen, so ist meine Idee, schon im Gründungsvorhaben.
    In Charleroi haben solche Produkte Chancen, auch Saemaschinen und Düngerstreuer werden dadurch noch präziser werden. Die hohe Arbeitsgeschwindigkeit und Arbeitsbreite machen das Gerät attraktiv. So kommt die Chemie vom Acker. Wer Kontakt aufnehmen möchte, kann das über eupen@web.de . Heute ist es vielleicht viel einfacher die neue Landmaschine zu bauen, in Charleroi. Es gibt einen Prototyp.

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