Mehr als 1000 Ermittlungsverfahren seien von September bis November im Rahmen dieser bereits fünften gemeinsamen Aktion gegen das „Money Muling“ eingeleitet worden, teilte die europäische Polizeibehörde Europol am Mittwoch in Den Haag mit. Bei dieser Methode des Geldwaschens werden meist unbescholtene Leute als „Esel“ (engl. mule) dazu gebracht, persönliche Konten für den Empfang und die Weiterüberweisung von Geld aus kriminellen Quellen zur Verfügung zu stellen.
Bei der großangelegten internationalen Polizeiaktion mit Unterstützung des Europäischen Bankenverbandes (EBF) wurden laut Europol 3833 „Money Mules“ sowie 386 Personen identifiziert, die solche „Esel“ rekrutiert haben. 7520 illegale Geldtransfers bei 667 Banken und anderen Finanzinstitutionen im Umfang von 12,9 Millionen Euro seien aufgedeckt worden.
Europol warnte, dass Geldwäscher mit etlichen Tricks – darunter auch mit Hilfe von Dating-Plattformen und sozialen Medien – versuchten, „Money Mules“ zu rekrutieren. Die Hauptzielgruppe seien Studenten und andere junge Erwachsene. Wer auf die Masche reinfällt oder gar bewusst mitmacht, muss nach Angaben der deutschen Polizei mit Geldbußen oder einem Ermittlungsverfahren rechnen, bei dem im Extremfall eine Haftstrafe droht. (dpa)

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