Hintergrund ist das Fest der Heiligen Katharina (25. November): Mitglieder des Verbandes hatten festgestellt, dass es zur französischen Redewendung „A la Sainte-Catherine, tout bois prend racine” (wörtlich ins Deutsche übersetzt: „Am Tag der Heiligen Katherina schlägt jedes Holz Wurzeln“), also Ende November soll man Sträucher und Bäume pflanzen, nichts Entsprechendes im Deutschen gibt. So wurde nach einer deutschen Fassung gesucht. Hier das Ergebnis: „Pflanz einen Strauch zu Sankt Katrin, im nächsten Jahr wird er dann blühn.”
Auf diese Weise entstand die Idee, in den Schulen der Deutschsprachigen Gemeinschaft und der Wallonie, in denen Deutsch als Fremdsprache unterrichtet wird, kontrastiv vorzugehen: Sprichwörter, Bauernregeln, Volkslieder und ähnliches der Muttersprache mit denen der Zielsprache zu vergleichen und eventuell zu übersetzen. Der Verband startet einen Wettbewerb. Besonders originelle Einsendungen (apaw.namur@gmail.com) werden mit Geldpreisen belohnt (250, 100 und 50 Euro sowie zahlreiche Trostpreise). Zudem läuft ein anderer Wettbewerb: Dabei wird ein einprägsamer Slogan für die Förderung des Deutschen gesucht.
Zusammen mit der DG und mit der Wallonie ist es dem Verband gelungen, den dritten Mittwoch des Monats Oktober zum Tag der deutschen Sprache in der Wallonie zu erklären. Dies wird konkretisiert durch Aktionen. So erscheint die Zeitschrift „Vivre la Wallonie“ jetzt mit einer Seite in deutscher Sprache (Gratisabo beim Espace Wallonie Eupen, Gospertstr. 2, 4700 Eupen, Tel.: 087/596520). Auch die Aufkleberaktion „Wallonie, région bilingue, français – Deutsch” hat für Aufsehen gesorgt. Die DG unterstützt die Arbeit des Verbandes schon länger. Die Wallonische Region sieht für den Tag der deutschen Sprache in der Wallonie einen eigenen Haushalt vor. Zudem gibt es einige Spenden von Privatpersonen und Unternehmen.

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