Femizid soll ins Strafrecht aufgenommen werden
International wird der Gewalt gegen Frauen mit einem besonderen Tag Aufmerksamkeit geschenkt. Aus diesem Anlass haben die Parteien Défi und PS gefordert, Frauenmord im Strafgesetzbuch zu verankern
Wie die Zeitung „Le Soir“ berichtet, wurden entsprechende Gesetzesvorschläge hinterlegt. Femizid habe als Verbrechen besondere Eigenschaften, denen der Gesetzgeber Rechnung tragen müsse, heißt es in den Texten. Die meisten Ermordungen oder Tötungen von Frauen gingen mit Drohungen, länger andauernder Gewalt und sexueller Ausbeutung einher. Todesfälle nach häuslicher Gewalt müssten strafrechtlich besonders bewertet werden, fordern die Autoren der Gesetzesvorschläge.
Seit Anfang des Jahres hat es in unserem Land rund 20 Todesfälle von Frauen in diesen besonderen Umständen gegeben. Die ausdrückliche Anerkennung des Femizids als Straftat soll dessen Erfassung und Bekämpfung verbessern helfen.
Kundgebung am Sonntag in Brüssel
Zum internationalen Tag gegen die Ausbeutung der Frau findet am Sonntagnachmittag in Brüssel eine Kundgebung statt, zu der einige tausend Teilnehmer erwartet werden. Die organisierenden Vereinigungen fordern ein entschlosseneres Auftreten der Politik bei der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Es gebe bisher in unserem Land keine entsprechende Strategie, hieß es. (belga)
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