Rafael Nadal kritisiert späte Spielzeiten beim Davis Cup

<p>Rafael Nadal sparte nach seinem Sieg nicht mit Kritik an der Organisation des Davis Cup.</p>
Rafael Nadal sparte nach seinem Sieg nicht mit Kritik an der Organisation des Davis Cup. | Foto: ISOPIX

Erst mitten in der Nacht auf Mittwoch war die letzte Partie des Aufeinandertreffens der russischen und spanischen Auswahl zu Ende gegangen. „Das letzte Match beginnt um 0:45 Uhr, das macht die Dinge für uns Spieler und die Fans, die tags darauf arbeiten müssen, unnötig schwierig“, erklärte der Mallorquiner: „Wenn wir erst um 2 Uhr in der Nacht fertig sind, schlafen wir nicht vor 4.30 Uhr, und morgen stehen wir wieder auf dem Platz.“

Zuvor hatte Nadal den Russen Karen Khachanov (ATP 17) mit 6:3, 7:6 (7) besiegt und zum 1:1 ausgeglichen. Sein Landsmann Roberto Bautista Agut (ATP 9) musste sich im Auftaktmatch, das um 18 Uhr angesetzt war, Andrey Rublev (ATP 23) mit 6:3, 3:6 und 6:7 (0) geschlagen geben. Erst nach den beiden Einzelpartien wurde das entscheidende Doppel, das die Spanier für sich entschieden, angesetzt. Mit dieser Terminierung ist Nadal grundsätzlich nicht einverstanden. „Eine Lösung wäre, im Vormittag früher zu starten“, erklärte der 33-Jährige. Momentan ist es so, dass die ersten Partien um 11 Uhr angesetzt sind und die Begegnungen am Abend eben um 18 Uhr beginnen. „Dann könnten wir ab 17 Uhr oder 16.30 spielen, was natürlich diejenigen, die im Vormittag ran müssen, dazu zwingt, früher aufzustehen“, so Nadal.

Ein finales Urteil über das neue System des Davis Cup, das in diesem Jahr zum ersten Mal eine Final-Woche vorsieht, will sich der spanische Superstar indes noch nicht erlauben. „Die Stimmung (gegen Russland, A.d.R.) war super“, sagte er. Gleichwohl wolle er bis zum Ende des Turniers abwarten, um sich ein klare Meinung zu bilden.“ Der neu eingeführte Wettbewerb hatte im Vorhinein für Kontroversen gesorgt. Einige Topspieler kritisieren den Termin des Davis Cup, der spät in der Saison angesiedelt ist.

(svm/belga)

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