Auf der südlich der Stadt gelegenen Insel Pellestrina sei ein 78-jähriger Mann am späten Dienstagabend von einem elektrischen Schlag getroffen worden, als er versuchte, die Entwässerungspumpe in seinem überfluteten Haus wieder in Gang zu setzen, meldete die Nachrichtenagentur Ansa. Ein weiterer Bewohner der Insel sei tot in seinem Haus gefunden worden. Eine natürliche Todesursache werde in dem Fall nicht ausgeschlossen.
Bürgermeister Luigi Brugnaro hatte Dienstagabend angekündigt, er werde am Mittwoch den Notstand ausrufen. Um kurz vor Mitternacht war das Wasser – angetrieben durch starken Wind – auf 187 Zentimeter über dem normalen Meeresspiegel gestiegen. Das sei der höchste Wert seit der verheerenden Überschwemmung im Jahr 1966, als 194 Zentimeter erreicht wurden, teilte die Gemeinde mit. Danach sank der Wasserstand wieder, bis Mittwoch 10.30 Uhr sollte er wieder auf 160 Zentimeter steigen.
Der Markusplatz in der Unesco-Welterbestadt war vollkommen überflutet, in den Dom drang Wasser ein. Gondeln und Boote wurden aus ihren Vertäuungen gerissen und trieben durch die Kanäle. Drei „Vaporetti“, wie die Motorschiffe im öffentlichen Nahverkehr der Stadt genannt werden, sanken. „Wir haben es mit apokalyptischen Zerstörungen zu tun“, sagte der Präsident der Region Venezien Luca Zaia laut Ansa. (dpa)

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