Seitens der Veranstalter traf Renndirektor Wayne Kenny diese drastische Entscheidung. Der Beschluss zur endgültigen Absage der Rallye wurde am Dienstag um 12.50 Uhr Ortszeit in Coffs Harbour an der australischen Ostküste, Start und Ziel des Wettbewerbs, bekanntgegeben. Wegen des Zeitunterschieds von zehn Stunden war in Mitteleuropa am späten Montagabend schon die Nacht angebrochen.
Noch zu Wochenbeginn hatten die Organisatoren versucht, das Finale der Rallye-WM, das von Donnerstag bis Sonntag ausgetragen werden sollte, durch eine stark verkürzte Streckenführung mit angepasstem Zeitplan zu retten. Doch die kritische Lage vor Ort sollte sich nicht verbessern, im Gegenteil. Weiterhin wütete unvermindert das Feuer im Norden des Bundesstaates New South Wales, der Austragungsregion der Rallye. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Neben erheblichen Sachschäden gab es auch Personenschäden zu beklagen.
Die Absage der Rallye war unvermeidbar. „Wir haben uns umfassend mit der Regierung von New South Wales, dem Automobilsportweltverband FIA, den Sicherheitskräften und den Ortsbehörden beraten“, unterstrich der Ausrichter: „Wir bedanken uns bei allen für Ihr Verständnis“.
Aus rein sportlicher Sicht ist festzuhalten: Der Ostbelgier Thierry Neuville und sein Copilot Nicolas Gilsoul (Hyundai) sichern sich damit gewissermaßen kampflos zum bereits fünften Mal den Vize-Weltmeistertitel und Hyundai wird Hersteller-Weltmeister. Seit der Rallye Spanien stand der Este Ott Tänak (Toyota) bereits als neuer Rallye-Weltmeister fest. (hs)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren