Der Preis des Parlaments 2019 geht an Mike Mettlen

<p>Mike Mettlen aus Recht erhält den Preis des Parlamentes.</p>
Mike Mettlen aus Recht erhält den Preis des Parlamentes. | Foto: privat

Unter anderem hatte der Rechter Autor in seiner rund 100-seiten Arbeit mit dem Titel „Die Europawahlen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens: Lösungsvorschläge zur Behebung des Demokratie- und Repräsentationsdefizits im kleinsten und einzigen Einmandatswahlkreis der Europäischen Union“ vorgeschlagen, dass der EU-Abgeordnete ein überparteiliches Mitarbeiterteam aller im PDG vertretenen Parteien anstellt sowie ein Rotationsprinzip ins Leben gerufen und das PDG stärker eingebunden wird.

Außerdem hatte seine Studie die Hoffnung bei den anderen Parteien (ProDG, PFF, SP und Ecolo) genährt, den seit 1994 (Direktwahl des Europaparlamentes) in der Hand der CSP befindlichen Sitz abzunehmen. Zunächst saß Mathieu Grosch für die CSP bis 2009 im EU-Parlament, ehe Pascal Arimont sein Nachfolger wurde, und es bis heute ist. Mettlens Vorschlag wurde allerdings bei einem Allparteiengespräch im Vorfeld der Wahlen abgeschossen, nachdem sich vor allem die CSP quergestellt hatte.

Im Nachgang der Wahlen kam es ferner zu einem Disput zwischen Arimont und Mettlen, der in einer Strafanzeige wegen Verleumdung und Rufmord gegen den EU-Abgeordneten mündete.

Die Jury, in der neben allen Parlamentsfraktionen auch Sachverständige vertreten waren, stimmte mehrheitlich für die Vergabe des Preises des Parlaments im Fachbereich Staatswissenschaften an Mettlen. Die Preisverleihung findet im kommenden Jahr am 20. März statt. In den Fachbereichen Wirtschaft und Literatur werden unterdessen in diesem Jahr keine Preise verliehen.

Der Preis des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft wird jährlich ausgerufen für verschiedene, jährlich wechselnde Fachbereiche. Der Fachbereich Staatswissenschaften, insbesondere Rechts-, Politik-, Finanz- und Verwaltungswissenschaften, wird seit 2015 jährlich ausgerufen und dient der Förderung der wissenschaftlichen Begleitung der Entwicklung der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Der Preis des Parlaments ist mit 2.000 Euro dotiert. (red/mv)

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