Infrabel will weiterhin Unkrautvertilger an den Schienen einsetzen

<p>Infrabel hat ein 6.000 Kilometer langes Schienennetz zu unterhalten.</p>
Infrabel hat ein 6.000 Kilometer langes Schienennetz zu unterhalten. | Foto: Belga

Eine entsprechende Information mehrerer flämischer Zeitungen bestätigte ein Infrabel-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Belga. Durch die drastische Entfernung von Unkraut und Pflanzen werde die Stabilität des Schienennetzes sichergestellt, sagte der Sprecher. Es gebe leider zu den bisher eingesetzten Unkrautvertilgungsmitteln keine wirksamen Alternativen, sagte der Sprecher. Offenbar setzt Infrabel in großem Umfang weiterhin das Mittel „Roundup“ ein, das Glyphosat enthält und im Verdacht steht, krebserregend zu sein.

In Flandern ist der Einsatz solcher Unkrautvertilger für alle öffentlichen Dienststellen bereits seit dem 1. Januar 2015 verboten, doch hat Infrabel eine Ausnahmegenehmigung erhalten, die noch bis Ende 2020 gültig ist. Auch in der Region Brüssel gibt es eine solche Ausnahmegenehmigung. In der Wallonie hat Infrabel nach Angaben seines Sprechers Arnaud Reyman im Rahmen der geltenden Vorschriften eine Ausnahmeregelung bereits 2017 beantragt, diese jedoch durch den Legislaturwechsel nicht erhalten. Da seit dem 1. Juni 2019 ein generelles Verbot für den Einsatz solcher Mittel auf öffentlichen Flächen gelte, müsse die Unkrautentfernung jetzt „von Hand“ erfolgen, sagte er. Infrabel wolle jedoch in den drei Regionen neue Ausnahmegenehmigungen beantragen. „Wir haben keine andere Wahl und stehen vor dem gleichen Problem wie die Schienennetzbetreiber in anderen europäischen Ländern. Es gibt keine wirksame Alternative zu den bisherigen Unkrautvertilgungsmitteln“, sagte Reyman.

In Belgien muss Infrabel rund 6.000 Kilometer Schienennetz unterhalten und unkrautfrei halten, um die Stabilität des Schienen-Unterbaus sicherzustellen.

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