Aktion 11.11.11: Soziale Ungerechtigkeit kann viele Gesichter haben

Es ist die inzwischen 53. Auflage der Aktion 11.11.11, die immer um den 11. November stattfindet. Als zuständiger Minister für Entwicklungszusammenarbeit sagte Antoniadis, dass die Fridays-for-Future-Bewegung den Klimawandel und die globale Erwärmung immer mehr ins Blickfeld rücke. Während die Menschen in Ostbelgien die Auswirkungen des Klimawandels nur schleichend bemerken, werden die Entwicklungsländer auf dieser Welt bereits jetzt mit voller Wucht davon getroffen. Umso wichtiger sei es, sich solidarisch zu zeigen und einander zu helfen, so Antoniadis. Aus diesem Grund bezuschusst die Regierung die Solidaraktion auch in diesem Jahr wieder mit 7.500 Euro.

Anne Lecomte, die Verantwortliche des CNCD (centre national du coopération du développement) der Region Lüttich, stellte das Thema der diesjährigen Aktion vor: Es konzentriert sich auf die Steueroptimierungsmaßnahmen großer Konzerne, die durch ihre Politik der Steuervermeidung und Gewinnumschichtung Entwicklungs- und Industrieländern gleichermaßen schaden.

Auf lokaler Ebene in der Deutschsprachigen Gemeinschaft kümmert sich Dirk Riemann von Miteinander Teilen um den Verkauf der Produkte und die Organisation der freiwilligen Helfer. Interessierte, die sich ehrenamtlich einsetzen wollen, können sich bei ihm melden.

Im vergangenen Jahr kamen in der Provinz Lüttich rund 112.000 € zusammen. Rund 30 Prozent, d.h. 33 600 €, kamen aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Die Aktion 11.11.11 findet vom 7. bis 17. November statt. (red)

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