Das Schiff hatte die Migranten am 18. Oktober im Mittelmeer vor der libyschen Küste aus Seenot gerettet und wartet seither auf die Zuweisung eines sicheren Hafens. Die Organisationen forderten außerdem, dass endlich ein „berechenbarer und koordinierter Mechanismus für das Ausschiffen von Geretteten“ eingeführt werde.
Die Organisationen hatten schon vorige Woche gewarnt, dass viele der Geretteten an Bord seekrank seien. „In den letzten vier Monaten haben sich die europäischen Staats- und Regierungschefs erst in Paris, dann in Malta und schließlich in Luxemburg getroffen, um einen Mechanismus für die temporäre Ausschiffung und Verteilung von Menschen einzurichten, die im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet wurden“, sagte die stellvertretende Projektleiterin von SOS Mediterranée, Louise Guillaumat, laut einer Mitteilung. Jetzt würden wieder 104 Menschen in unerträglicher Unsicherheit auf dem Deck eines Rettungsschiffes allein gelassen. (dpa)

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