Insgesamt waren nach Angaben des Arbeitsamtes der Deutschsprachigen Gemeinschaft (ADG) Ende September 1.213 Männer (-70 seit August) und 1.192 Frauen (-151) als Arbeitsuchende ohne Beschäftigung eingetragen.
Dieser deutliche Rückgang der Arbeitslosenzahlen sei wie jedes Jahr nach den Ferienmonaten festzustellen, wenn saisonal bedingt die Beschäftigung wieder anziehe und auch die ersten Schul- und Studienabgänger einen Arbeits- oder Studienplatz gefunden hätten, teilte das Arbeitsamt mit. Der größte Rückgang ist bei den Lehrpersonen festzustellen. Die Arbeitslosenquote in Ostbelgien sinkt auf 6,6%. Auch in den anderen Landesteilen sind die Arbeitslosenzahlen im September rückläufig, wenn auch nicht so stark wie in Ostbelgien: Im Landesschnitt waren rund 2% weniger Arbeitslose (-11.200 Personen) gemeldet als im August.
Insgesamt waren im September in Belgien rund 489.000 Vollarbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosenquote Belgiens beträgt 9,6%. In der Wallonie beläuft sie sich auf 13,4%, in Flandern auf 6,3%. Nach dem deutlich höheren Anstieg der Zahlen in den südlichen Gemeinden in den beiden Sommermonaten ist im September auch der Rückgang hier entsprechend größer. Nicht nur prozentual gesehen (-21% im Süden im Vergleich zu 5% im Norden), sondern auch in absoluten Zahlen: in den Eifelgemeinden sind Ende September 116 Personen weniger gemeldet als im August, in den nördlichen Gemeinden sind es 105 Arbeitsuchende weniger.
Im Vergleich zum Vorjahr ist in Ostbelgien ebenfalls ein Rückgang (-2%) festzustellen. Wie schon im August liegt bei den Männern allerdings ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit vor (um +1,5%), während der Rückgang ausschließlich bei den Frauen festzustellen ist (-5,2%). Bedingt durch den saisonalen Anstieg der Arbeitslosenahlen in den Sommermonaten ist der Anteil der Langzeitarbeitslosen in Ostbelgien auf 48% gesunken. In den Monaten davor lag er im Schnitt bei rund 52%. Ähnlich verhält es sich bei den Altersgruppen: Der Anteil der Jugendlichen ist im Sommer von 13% auf 19% gestiegen, während der Anteil der über 50 Jährigen von 40% auf rund 35% gesunken ist. (red)
Weitere Informationen und Grafiken im Internet unter www.adg.be

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