Bereits im Masterplan aus dem Jahr 2016 wurde ein Konzept entwickelt, das den Bau eines größtenteils unterirdischen OP-Bereiches unmittelbar südlich des Klinikgebäudes vorsieht.
Stadt und Politik haben nun den sogenannten „Bebauungsplan Nr. 1000 N – Erweiterung Uniklinik“ auf den Weg gebracht. Es wurden der Aufstellungsbeschluss gefasst und die öffentliche Auslegung des besagten Bebauungsplans beschlossen. Mit anderen Worten: Es geht voran in Sachen Erweiterung. Die geplanten Erweiterungsbauten der Uniklinik erfordern weitere Änderungen an den bestehenden Außen- und Verkehrsanlagen. So wird ein neuer Vorplatz entstehen. Die Planung für diesen Platz beinhaltet die Fläche der Buszufahrt, der Bushaltestellen, des ruhenden Verkehrs für Kurzzeit- und Behindertenstellplätze, die Integration einer Taxi- und Ladezone, der bisherigen Notaufnahme sowie neue Fußgängerwege, die zum Haupteingang der Uniklinik führen.
Stadtverwaltung und Politik beschäftigen sich seit langem intensiv mit dem Masterplan Uniklinik, um die planungsrechtlichen Grundlagen für die mehrere hundert Millionen Euro teure Baumaßnahme der Landeseinrichtung zu schaffen. Da ein Großteil des heutigen Parkplatzes wegfallen wird, soll ein neues Parkhaus mit 1350 Stellplätzen im Bereich Kullenhofstraße / Pariser Ring entstehen. Die Umgestaltung der Kullenhofstraße als weiterer wichtiger Baustein des Gesamtprojekts ist bereits abgeschlossen worden. Die frühzeitige Bürgerbeteiligung für den Bebauungsplan, die im November 2016 stattgefunden hat, führte ebenso wie die Beteiligung weiterer Behörden und sonstige so genannte Träger öffentlicher Belange nicht dazu, dass die Planung geändert wurde. Bedenken wurden insbesondere von Seiten der Denkmalpflege geäußert. Es wurdr befürchtet, dass die Sichtbarkeit des Denkmals durch die geplante Bebauung eingeschränkt wird. Vor allem der Abstand zur künftigen Bebauung an der Kullenhofstraße wird als zu gering eingeschätzt. Hier sollten mindestens 100 Meter vorgesehen werden. Die Verwaltung hat aber durch eine Untersuchung der Blickachsen belegt, dass die Sichtbarkeit in Richtung der offenen Landschaft nicht eingeschränkt wird. Ein größerer Abstand zur Kullenhofstraße sei nicht möglich. Aktuell beträgt der Abstand zwischen Eingangsgebäude und Kullenhofstraße rund 160 Meter. Im Zuge der Planung der Neubebauung entlang der Kullenhofstraße wird dieser Abstand auf 80 Meter halbiert. Die vom Denkmalschutz geforderten 100 Meter lassen sich nicht umsetzen, da die notwendige Baumasse zur Entwicklung der Uniklinik in Richtung Süden bei einem Abstand von 100 Metern einfach nicht umsetzbar sei. Man habe schon so viele Geschosse wie möglich unterirdisch geplant. Auch nach oben gibt es keine Luft mehr, weil sich dort der Helikopteranflugsektor befindet. (red)


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