So vermeidet man unerwünschte Werbeanrufe

<p>Werbeanruf können nerven. Es gibt aber Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren.</p>
Werbeanruf können nerven. Es gibt aber Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren. | Foto: Franziska Gabbert

Nachdem einige sich mit der Problematik an die ostbelgische Kammerabgeordnete Kattrin Jadin (PFF-MR) gerichtet haben, hat diese die neue Föderalministerin für Verbraucherschutz, Nathalie Muyle (CD&V), befragt. Diese habe erklärt, dass einige Unternehmen untereinander Verträge abschließen, um Verbraucherdaten auszutauschen. „Wenn jemand also seine Daten beispielsweise auf einen Bestellschein oder in den sozialen Medien angibt und nicht explizit darauf hinweist, dass seine Angaben nicht für Werbezwecke benutzt werden dürfen, kann es sein, dass diese für kommerzielle Zwecke an ein Partnerunternehmen weitergegeben werden“, erläutert Jadin unter Berufung auf die Ministerin.

„Viele Verbraucher wissen nicht wirklich, was genau mit ihren Angaben passiert. Solche dubiosen Partnerschaften zwischen Unternehmen, die sich Listen mit persönlichen Daten austauschen, macht die Sache nicht einfacherer. Obacht ist also bei der Ausfüllung von Bestellscheinen, Kundenkarten, usw. geboten.“ Gesetzlich sei es den Unternehmen in Belgien erlaubt, einen Verbraucher für Direktvermarktungszwecke anzurufen – es sei denn, dieser habe dem Unternehmen zuvor untersagt, seine Daten zu nutzen. Neben dem aufmerksamen Ausfüllen der Scheine gibt es noch weitere Möglichkeiten, den Werbeanrufen aus dem Weg zu gehen. So ermöglicht die Europäische Datenschutzverordnung (DSGVO) einem Verbraucher, einem Unternehmen ohne spezifische Rechtfertigung seine „unbewusst" erteilte Erlaubnis der Datenverwendung zurückzuziehen.

Zudem kann man sich auf der Webseite der Vereinigung „Do not call me" registrieren lassen. „Einmal auf dieser Liste eingeschrieben, sind die in Belgien ansässige Unternehmen und Organisationen, die Telefonwerbung betreiben, gesetzlich verpflichtet, die Nummern, die keinen Werbeanruf mehr bekommen möchten, zu respektieren.“ Seit Juni 2015 sei die Vereinigung als offizieller Betreiber anerkannt. „Die Webseite www.dncm.be wird sogar in deutscher Sprache angeboten. Sollte man nach Registrierung auf der Webseite noch weitere Marketinganrufe erhalten, hilft die Vereinigung einem sogar, Beschwerde bei der Wirtschaftsinspektion einzureichen. Eine Anmeldung auf der Webseite lohnt sich also", so Kattrin Jadin. (sc/red)


www.dncm.be

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