Durch die Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung „ostbelgische Schulen online“ im März 2018 verpflichteten sich die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft und die Schulträger der Grundschulen, die Medien- und Informationskompetenz der Schüler und Schülerinnen zu fördern und dazu die technischen, infrastrukturellen und materiellen Voraussetzungen zu schaffen.
Wie Bildungsminister Mollers in einer Mitteilung betont, ist für den ProDG-Politiker in diesem Zusammenhang die Verbesserung der Internetzugänge besonders wichtig: „Leistungsstarkes Internet ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass Lehrpersonen und Schüler aktiv mit modernem Schulmaterial wie digitalen Tafeln, PCs oder Tablets arbeiten können.“
Die konkrete Bandbreite pro Schule wird anhand der Schülerzahl errechnet.
Die erste Phase startete bereits Anfang September. Die Bandbreite wurde an den Grund- und Sekundarschulen, an denen es technisch möglich war, um durchschnittlich 250 Prozent erhöht. Für 60 von 81 Standorten bedeutet das: Die Internetverbindungen wurden auf eine Bandbreite von 70 Mbit/s im Download und 15 Mbit/s im Upload aufgerüstet. Die konkrete Bandbreite pro Schule wird anhand der Schülerzahl errechnet, d.h. in Schulen mit hohen Schülerzahlen können bis zu drei Internetverbindungen eingerichtet werden.
Einige Standorte haben einen Nachteil aufgrund ihrer geographischen Lage.
Für die übrigen 21 Standorte, deren Internetverbindungen aufgrund der geographischen Lage nicht verbessert werden können, wird die bestmögliche Internetverbindung eingerichtet. Dazu wird auf Alternativ-Technologien wie beispielsweise das 3G/4G-Handynetz oder - in letzter Instanz - auf Empfang über Satellitenschüsseln zurückgegriffen. Die Regierung und das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft stehen in regelmäßigem Kontakt zu Proximus und bemühen sich um Fortschritt in den betroffenen Gebieten.
In der nächsten Phase wird eine zentrale Sicherung des Internetzugangs für alle Grund- und Sekundarschulen zur Verfügung gestellt. Beispielsweise werden dadurch Verbindungen zu schädlichen Internetseiten oder Seiten mit ungeeigneten Inhalten blockiert. Der Internetzugang der Sekundarschulen wurde bereits bei der vorherigen Aufrüstung durch lokale „Next-Gen-Firewalls“ abgesichert, die nun auf den neuesten Stand gebracht werden. (red/mv)

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