Catherine Haduca ist eine Frau, die sich nicht so schnell unterbuttern lässt. „Ich bin eben jemand, der immer an seine Träume glaubt“, berichtet die Lütticherin der Tageszeitung „La Meuse“. Dabei hatte die 28-Jährige, die es 2014 bis ins Finale des nationalen Schönheitswettbewerbs „Miss Belgien“ geschafft hatte, phasenweise allen Grund dazu, ihren Traum vom Modelleben hinzuschmeißen. „In Brüssel oder Paris wurde mir damals gesagt, dass ich zu klein und auch zu alt bin, um bei Designern der Haute Couture punkten zu können“, erzählt sie: „Ich stand dann vor der Entscheidung, aufzugeben oder weiterzumachen. Ich zog es aber vor, durchzuhalten und mein Glück in New York zu versuchen.“ Mit Erfolg, denn im „Big Apple“ durfte die Belgierin mit philippinischen Wurzeln in der letzten Woche bei der New Yorker Fashion Week – eine viermal jährlich in der Metropole stattfindende Modewoche für Damen- und Herrenmode – mitwirken. „Darauf bin ich natürlich sehr stolz, wobei der Weg dahin nicht besonders einfach war“, sagt das 1,71 Meter große Mannequin: „Ich musste erst einmal die riesige Stadt kennenlernen und herausfinden, welche Türen ich mir öffnen will.“ Das hat nicht nur einige Nerven und viel Mut gekostet, sondern auch Zeit. „Erst jetzt trägt meine Arbeit Früchte“, meint sie.
Und obwohl Catherine Haduca eigentlich nicht die „perfekten“ Kriterien eines Models erfüllt – das ist zumindest die Meinung einiger „Modeexperten“ aus Westeuropa –, weiß sie auf dem Catwalk herauszustechen. „Auch wenn ich zu den ‚Kleinen‘ der Fashion Week zähle, schaffe ich es dennoch immer wieder mich abzuheben und aufzufallen“, sagt sie selbstbewusst.
Ihr Modeldebüt gab die Lütticherin übrigens im Alter von 13 Jahren. Ihr Auftrag: ein Fotoshooting für L’Oréal, den größten Kosmetikhersteller der Welt. „Ich habe das Ganze damals vollkommen alleine organisiert, ohne dass meine Mutter etwas davon wusste“, berichtet Haduca „La Meuse“. Schon damals wusste die Belgierin, dass sie „die Showbühne und die Künstlerwelt liebt“. „Ich habe mich im Leben eigentlich nie etwas anderes machen sehen“, so das Model.
Im ganzen Trubel lässt das Mannequin, das sich ab und an auch auf der Kinoleinwand versucht, aber nicht außer Acht, wo es das „Laufen“ gelernt hat. „Ich werde Lüttich niemals vergessen und komme gerne hierher zurück. Schließlich hat dort für mich alles angefangen.“ (calü)


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