„Trump ist ein Lügner“ - Thunberg mit Hunderten vor dem Weißen Haus
Washington (dpa) - Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg hat mit mehreren Hundert Kindern und Jugendlichen vor dem Weißen Haus in Washington für mehr Klimaschutz demonstriert. „Es sind viele Leute, viel mehr, als, glaube ich, irgendjemand erwartet hatte“, sagte die 16-Jährige am Freitag in einer kurzen Ansprache zu ihren Mitstreitern durch ein Megafon in unmittelbarer Nähe des Gartens an der Südseite des Amtssitzes von US-Präsident Donald Trump. „Der Planet brennt, Trump ist ein Lügner“, skandierten die Jugendlichen. Trump bezweifelt, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wird. Am nächsten Freitag ist ein globaler Klima-Streik der Bewegung Fridays For Future in Städten in Deutschland und aller Welt geplant.
Trump und Netanjahu sprechen über Verteidigungsabkommen
Kurz vor der Parlamentswahl in Israel hat US-Präsident Donald Trump mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu telefoniert. Bei dem Gespräch am Samstag sei es um ein mögliches gegenseitiges Verteidigungsabkommen gegangen, teilte Trump auf Twitter mit. Ein solches Abkommen würde das „fantastische Bündnis“ zwischen den USA und Israel weiter zementieren. Er werde die Diskussion mit Netanjahu darüber bei einem Treffen am Rande der UN-Generalversammlung Ende des Monats fortsetzen. In Israel wird am Dienstag ein neues Parlament gewählt.
Nach Verhandlungsstopp mit USA: Taliban zu Gesprächen in Moskau
Die Taliban sind für Gespräche mit Vertretern der russischen Regierung in Moskau zusammengekommen. Eine dreiköpfige Delegation unter Führung des Taliban-Chefverhandlers Scher Mohammed Abbas Staneksai sei für das mehrtägige Treffen am Donnerstag angereist, teilte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid der Deutschen Presse-Agentur am Samstag mit. Themen der Gespräche seien unter anderem ein möglicher Frieden und künftige Kooperationen. Die Zusammenkunft erfolgt nur wenige Tage, nachdem US-Präsident Donald Trump die US-Gespräche mit den Taliban kurz vor einem erwarteten Abkommen abgebrochen und die Verhandlungen für „tot“ erklärt hatte.
Missbrauchsvorwürfe gegen frühere Geistliche im US-Staat Missouri
Zwölf früheren katholischen Amtsträgern aus dem US-Bundesstaat Missouri droht eine Anklage wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen. Der Generalstaatsanwalt von Missouri, Eric Schmitt, kündigte am Freitag an, er werde die Fälle dieser zwölf Geistlichen an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weitergeben. Der Schritt sei das Ergebnis einer großangelegten Untersuchung von Missbrauchsvorwürfen, die bis 1945 zurückreiche. Demnach überprüften Ermittler Personalakten zu mehr als 2300 Priestern und anderen Kirchenmitarbeitern. Im vergangenen Jahr hatten die Untersuchungen der Generalstaatsanwaltschaft im US-Bundesstaat Pennsylvania einen großen Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche in den USA aufgedeckt. Seitdem ermitteln in vielen Bundesstaaten die Behörden.
Sechs Tote nach Al-Shabaab-Anschlag in Somalia
In Somalia sind bei einem Anschlag der Terrormiliz Al-Shabaab sechs Menschen getötet worden, darunter zwei Regionalpolitiker des ostafrikanischen Landes. Nach Angaben der Regionalregierung explodierte am Samstag auf einer Straße in Zentral-Somalia rund 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt Mogadischu eine Bombe und tötete zwei Politiker, drei ihrer Leibwächter und einen einheimischen Mitarbeiter einer Hilfsorganisation. Die Radikalislamisten von Al-Schabaab, die Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida haben, beanspruchten den Angriff über den Radiosender Al-Andalus für sich.
Mugabe-Trauerfeier vor spärlich besetzten Stadion-Rängen
Die Trauerfeier für Simbabwes früheren Langzeitpräsidenten Robert Mugabe haben am Samstag deutlich weniger Einwohner des ostafrikanischen Landes besucht als erwartet. Die Zeremonie mit Militärparade und Gesängen für den im Alter von 95 Jahren verstorbenen Ex-Staatschef wurde in der Hauptstadt Harare in einem Stadion abgehalten, das 60 000 Besucher fasst. Augenzeugen zufolge blieben die Ränge des Stadions mindestens zu zwei Dritteln leer. Unter den Teilnehmern waren rund ein Dutzend aktuelle und frühere Führer afrikanischer Länder, darunter die Präsidenten Kenias und Südafrikas, Uhuru Kenyatta und Cyril Ramaphosa. Mugabe war am 6. September in Singapur gestorben. Seine Beisetzung soll erst im kommenden Monat erfolgen, sobald das für ihn geplante Mausoleum auf dem sogenannten Heldenacker in Harare fertiggestellt ist. (dpa)

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