Zwischen 2014 und 2018 waren 35.000 Kinder in Verkehrsunfälle mit Verletzten oder Toten verwickelt – 15.000 von ihnen (44 Prozent) befanden sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Schulweg. Zum Beginn des neuen Schuljahres ruft Vias Autofahrer daher zu erhöhter Wachsamkeit auf.
Auffallend ist, dass sich die meisten Unfälle nicht in direkter Umgebung von Schulen ereignen. „Erst in einem Umkreis ab ungefähr 300 Metern von Schulen entfernt wird es für Schüler unsicher“, so Vias-Sprecher Stef Willems.
Außerdem ist das Unfallrisiko an Freitagnachmittagen am höchsten. Zu diesem Zeitpunkt ereignen sich rund 60 Prozent mehr Unfälle als an einem Montagmorgen. Generell ist das Unfallrisiko an Nachmittagen (und mittwochmittags) größer als morgens.
Die meisten Schüler, die auf dem Schulweg verunglücken, sind zwölf bis 13 bzw. 16 Jahre alt. „Mit zwölf Jahren gehen die meisten Schüler das erste Mal alleine zur Schule. Es ist wichtig, das mit ihnen zu üben“, sagt Vias. Dass die Gruppe der 16-Jährigen häufig verunglückt, ist damit zu begründen, dass Jugendliche in diesem Alter oft auf ein Mofa als Fortbewegungsmittel umsteigen. In allen Altersklassen verunglücken Jungen häufiger als Mädchen.
In Flandern ist die Hälfte der minderjährigen Unfallopfer zum Zeitpunkt eines Unfalls mit dem Fahrrad unterwegs. In der Wallonie sind die meisten Passagiere in einem Auto (40 Prozent), in Brüssel handelt es sich größtenteils um Fußgänger (61 Prozent). „Das bedeutet nicht, dass man sein Kind besser mit dem Auto zur Schule bringen sollte“, so Jan Christiaens von Mobiel21 gegenüber der Zeitung „Het Nieuwsblad“. „Damit trägt man nur dazu bei, dass die Situation noch unsicherer wird.“
Vias empfiehlt Eltern, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder auf dem Schulweg gut sichtbar sind und einen Helm tragen.

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