Dylan Teuns fährt bei der Vuelta im Roten Trikot

<p>Dylan Teuns (vorne) ist neuer Vuelta-Gesamtspitzenreiter.</p>
Dylan Teuns (vorne) ist neuer Vuelta-Gesamtspitzenreiter. | Foto: Photo News

Jesus Herrada (Cofidis) hat bei der zweiten Bergankunft der Spanien-Rundfahrt zu Ende gebracht, was sein vier Jahre älterer Bruder José tagszuvor begonnen hatte: Der Spanier sicherte dem Team Cofidis als Ausreißer den Tageserfolg am Ende einer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 42 km/h sehr schnellen Bergetappe von Mora de Rubielos über 198,9 Kilometer nach Ares de Maestrat, nachdem sein Bruder dasselbe bereits am Mittwoch versucht hatte, dann aber geschlagen wurde.

Herrada gewann am Ende der Schlusssteigung der dritten Kategorie vor Teuns, den er erst auf den letzten 500 Metern mit einem explosiven Antritt abschütteln konnte. Der 27-Jährige aber musste nicht allzu traurig sein, den Etappensieg verpasst zu haben. Denn weil das Hauptfeld um Miguel Angel Lopez (Astana) erst mit fast sechs Minuten Rückstand ins Ziel kam, übernahm Teuns das Rote Trikot.

Tagesdritter wurde der Franzose Dorian Godon (Ag2r La Mondiale) vor Robert Gesink (Jumbo-Visma), die ebenfalls zur Ausreißergruppe des Tages um Herrada und Teuns gehört hatten. Im Hauptfeld kam es im Schlussanstieg 1,5 Kilometer vor dem Ziel noch zu einem Angriff von Tadej Pogacar (UAE Team Emirates), der so drei Sekunden im Gesamtklassement auf die Favoriten herausholte.

Im Mittelpunkt der Etappe stand aber ein Massensturz gut 80 Kilometer vor dem Ziel. Dabei mussten auch der kolumbianische Sieganwärter Rigoberto Uran (Education First) und der zuletzt im Gesamtklassement führende Ire Nicolas Roche (Sunweb) aufgeben. Roche und Uran lagen vor der sechsten Etappe auf den Plätzen fünf und sechs mit gut einer Minute Rückstand auf Lopez. Auch Urans Teamkollege Hugh Carthy aus Großbritannien und Victor de la Parte (CCC) aus Spanien mussten die Rundfahrt im Zuge des Massensturzes beenden.

Am Freitag wird die Vuelta mit der siebten Etappe über 182,4 Kilometer von Onda nach Mas de la Costa fortgesetzt. Dabei werden die Kletterspezialisten gefragt sein: am Ende der Etappe wartet ein Anstieg über 3,8 Kilometer mit durchschnittlich zehn Prozent Steigung. (jph/dpa)

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