Laut Marc Vancoillie von der Zentralen Drogenbehörde der Föderalpolizei werden seit anderthalb Jahren auffallend viele Drogensendungen aus den Niederlanden und Belgien nach Australien und Neuseeland verschickt. „Dabei geht es um 300 bis 500 Gramm Kokain pro Brief oder Paket“, so Vancoillie.
Auf diese Weise würden die Dealer enorme Gewinne erzielen: „Für ein Kilogramm Kokain bezahlen Händler in Belgien 22.000 bis maximal 25.000 Euro. Das sind 22 bis 25 Euro pro Gramm“, sagt Vancoillie. In Belgien liegt der Straßenwert für ein Gramm Kokain bei etwa 50 Euro. „In Australien und Neuseeland zahlen Konsumenten das achtfache. Das heißt: Aus ihrem Kilogramm von 25.000 Euro machen sie 200.000 Euro.“
Die Ermittler stellen zudem fest, dass Briefe und Pakete in Belgien oft in der Nähe der Grenze zu den Niederlanden verschickt werden. Dies deutet darauf hin, dass es sich dabei hauptsächlich um niederländische Drogenbanden handelt. (belga)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren