Offizier René Schoonbrood: „Wespen haben uns auf Trab gehalten“

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Dachvorsprünge sind für Wespennester prädestiniert. | Illustrationsbild: dpa

Auf Ostbelgien trifft diese Entwicklung nicht zu, wie René Schoonbrood, Offizier der Hilfeleistungszone DG, erklärt.

„Die Wespen haben uns ganz schön auf Trab gehalten, vor allem, als es so extrem heiß war“, erklärt René Schoonbrood auf GrenzEcho-Nachfrage. Zu Spitzenzeiten haben etwa die Einsatzkräfte der Wache Büllingen innerhalb von zwei Wochen rund 200 Wespennester entfernt oder unschädlich gemacht. Im Norden der DG waren es 20 bis 30 Nester täglich.

In letzter Zeit sei es zwar wieder „etwas ruhiger“ um die aufdringlichen Insekten und ihre Bauten geworden. Das liegt aber vor allem daran, dass „die Leute bei weniger gutem Wetter nicht so viel Zeit draußen verbringen und Wespennester daher nicht so schnell entdeckt oder als störend empfunden werden“, so der Offizier. Derzeit rückt die Feuerwehr noch etwa sechs bis acht Mal täglich zu Einsätzen wegen Wespennestern aus.

Wer ein Wespennest bei sich Zuhause entdeckt, sollte vor allem eines tun: Ruhe bewahren. „Man sollte das Nest auf keinen Fall erschüttern oder darin herumstochern“, rät Schoonbrood. Man solle auch nicht hineinatmen, denn das im Atem enthaltene CO2 „macht die Wespen nervös“. Insofern Bürger ein Wespennest lokalisiert haben, können sie die 112 anrufen. „Aber auch nur dann“, betont René Schoonbrood. „Wir gehen nicht auf Erkundung, wenn jemand feststellt, dass bei ihm auf der Terrasse auffällig viele Wespen herumschwirren.“

Besagte Wespennest-Einsätze sind häufig kurz und schmerzlos: Ist ein Wespennest gut erreichbar, nehmen die Einsatzkräfte es im Ganzen mit und vernichten es später. „Ist ein Nest nicht zugänglich, ist es zum Beispiel unterirdisch, wird es mit einem speziellen Pulverspray ausgeräuchert.“ Die Wespen verenden dann. Kostenpunkt für einen Einsatz: 45 Euro. „Und das ist im Vergleich zu anderen Hilfeleistungszonen günstig“, erklärt sich René Schoonbrood. (sue)

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