Fette Beute in Grâce-Hollogne: Polizei entdeckt Cannabis-Plantage

<p>Die rekordverdächtige Menge Cannabis wäre auf dem Markt eine Million Euro wert.</p>
Die rekordverdächtige Menge Cannabis wäre auf dem Markt eine Million Euro wert. | Foto: LaMeuse

Die Plantage wurde in einem Lagerhaus im Gewerbegebiet von Grâce-Hollogne gefunden. Polizisten entdeckten mehrere Container mit insgesamt 3.908 Pflanzen, die zusammen wohl 1,4 Tonnen wiegen sollen. Ihr Verkaufswert: eine Million Euro – ein rekordverdächtiger Fang für die Polizeizone Awans-Grâce-Hollogne, bestätigt der Polizeichef Philippe Gillard.

„Wir haben es mit Profis auf diesem Gebiet zu tun“, so Gillard. Ganze acht LKW-Container und zwei prall gefüllte Räume wurden in der Lagerhalle entdeckt. Die „Gärtner“ haben das Gebäude einer alten Tanzschule genutzt, um das Cannabis anzubauen. Die Räumlichkeiten seien zudem hochmodern eingerichtet, mit Ventilatoren, Beleuchtung usw., um sicherzustellen, dass die Pflanzen unter den bestmöglichen Bedingungen wachsen.

Ironischerweise sind die Polizisten genau deswegen auf die Lagerhalle aufmerksam geworden: die gesamte Anlage benötigte enorm viel Strom für die Beleuchtung und Beheizung der Pflanzen. Der Betreiber der Gas- und Stromverteilungsnetze, RESA, hatte den Anstieg des Stromverbrauchs bemerkt. Es wurde sogar illegal Wasser abgepumpt, um die Plantage zu versorgen.

Laut „La Meuse“ war zum Zeitpunkt des Polizeieinsatzes niemand auf der Plantage: „Es wurde also auch niemand verhaftet. Allerdings standen dort etwa zehn Betten und Kühlschränke waren angeschaltet,“ berichtet der Polizeichef. Alles deute darauf hin, dass die Züchter dort teilweise auch gewohnt haben, um sich um die Pflanzen zu kümmern. Das Cannabis war bereits anderthalb Meter hoch und sei bereit für die Ernte gewesen. „Im Moment laufen die Ermittlungen noch. Wir versuchen, die Verantwortlichen aufzuspüren. Jedoch kann es sein, dass wir es hier – wie so oft – mit einem internationalen Netzwerk zu tun haben“, so Gillard abschließend. (alno)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment