Mit Hochdruck hatten Familienangehörige, Freunde und Polizei bei sengender Hitze nach der Frau gesucht. Sie war am 23. Juli mit ihrem Wagen von einer Straße in Saint-Georges (Provinz Lüttich) abgekommen und blieb – eingeklemmt in ihrem Fahrzeug – sechs Tage unentdeckt. Aufgrund schwerer Verletzungen an Hals und Rücken war es der Frau nicht möglich gewesen, ihr Mobiltelefon zu bedienen.
Fast eine Woche nach dem Unfall wurde sie schließlich gefunden. Stark dehydriert, aber bei Bewusstsein bargen die Rettungskräfte sie aus ihrem Fahrzeug, mit dem sie auf Höhe eines Kreisverkehrs einen Abhang hinuntergefahren und mit dem Auto auf dem Dach gelandet war. Sie hatte sich notdürftig mit Regenwasser am Leben gehalten.
„Nach dem Unfall war sie linksseitig gelähmt. Jetzt kann sie wieder aufstehen und ein wenig laufen“, sagt ihr Lebensgefährte David Bartholomé gegenüber der Zeitung „Het Laatste Nieuws“. „Sie schafft es noch nicht ganz aus eigener Kraft und ist noch auf eine Gehhilfe angewiesen. Jeder Schritt ist eine Herausforderung, aber es wird immer besser. Das ist eine echte Erleichterung.“
Inzwischen wurde die Frau in ein Rehabilitationszentrum nach Esneux verlegt. Dort wird sie wohl noch einige Monate bleiben. „Sie ist optimistisch. Es ist gut, Fortschritte zu sehen. Obwohl sie natürlich gerne nach Hause gehen würde. Weil sie ihre drei Kinder so sehr vermisst.“

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