Frankreich verzeichnet wieder mehr Temposünder aus Belgien

<p>Frankreich verzeichnet wieder mehr Temposünder aus Belgien</p>
Foto: belga

Wie diverse belgische Tageszeitungen am Samstag berichten, wurden insgesamt 74.651 belgische Fahrzeuge in den beiden Sommermonaten bei unseren Nachbarn mit zu hoher Geschwindigkeit geblitzt – das sind rund 6.000 mehr als im vergangenen Jahr.

Dabei war die Anzahl der Belgier, die sich in Frankreich nicht an die vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten halten, in den ersten Monaten des Jahres deutlich gesunken. Der flämische Automobilverband VAB führt den Rückgang aber nicht etwa auf ein verbessertes Fahrverhalten der Belgier zurück, sondern auf einen viel banaleren Grund - und zwar dem Ausfall von zahlreichen Blitzern. Denn durch den Aufstand der „Gelbwesten“ sind in Frankreich Anfang des Jahres mehr als zwei Drittel aller fest installierten Radaranlagen zerstört wurden. „Wahrscheinlich haben sich viele Urlauber darauf verlassen, dass die Radargeräte noch immer nicht funktionieren“, meint VBA-Sprecherin Joni Junes. Dabei wurde inzwischen wieder aufgerüstet – und wie.

Seit einigen Wochen wird in Frankreich mit einem Superblitzer, Mesta Fusion 2 genannt, Jagd auf Temposünde gemacht. Die neuen Geräte sind mit fortgeschrittenen Funktionen ausgestattet und haben eine unglaubliche Reichweite: Sie können bis zu 32 Fahrzeuge gleichzeitig in einem Abschnitt von 100 Metern überprüfen. Bis Ende des Jahres sollen insgesamt 400 dieser hochmodernen Geschwindigkeitsmesser installiert werden.

Übrigens: Durch die Rekordmonate Juni und Juli bleiben die Belgier, die am häufigsten geblitzten ausländischen Verkehrsteilnehmer auf französischen Straßen. Auf Platz zwei liegen die Deutschen, gefolgt von den Spaniern. (belga/calü)

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