Zum einen handelt es sich um eine 1.000 Volt starke Kupferleitung, die die Bahnsignale mit Strom versorgt, auf der anderen Seite um Telekommunikationsverbindungsstücke. Dabei gingen die Täter äußerst „fachkundig“ vor und machten sich nicht nur über die Hauptleitungen, sondern ebenfalls über die Notverbindungen her. Dies hatte Auswirkungen auf den Bahnverkehr der Linie 3 zwischen Welkenraedt und Deutschland. „Von diesem Kabeldiebstahl ist die internationale Verkehrslinie betroffen. Thalys und ICE sind auf die Linie 37 umgeleitet worden“, teilte Infrabel mit. Diese notwendige Anpassung über die Wesertalstrecke habe für die Bahnnutzer Verspätungen von rund 20 Minuten zur Folge.
Bei Infrabel ist das Thema Kabelklau ein brandaktuelles. „Seit Mitte Juni stellen wir einen deutlichen Anstieg an Kabeldiebstählen in der Region Lüttich fest. Unsere Mannschaft ist regelmäßig im Einsatz, um Reparaturarbeiten in Folge von Diebstählen vorzunehmen und um neue Diebstähle zu verhindern“, erklärte Pressesprecherin Marie Molens. Dabei werden die bei Dieben besonders begehrten Kupferkabel systematisch durch minderwertigere Aluminiumkabel ersetzt. (belga)

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