Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire wollte am Donnerstag mit den europäischen Ministern der Finanzressorts in einer Telefonkonferenz über das weitere Vorgehen beraten. Wie ein Diplomat ergänzend berichtete, sei eine förmliche Abstimmung eine Option, da es bisher keinen Konsens gebe. Frankreich koordiniert die Kandidatenauswahl der Europäer. Die Franzosen hatten eigentlich angekündigt, dass ein Anwärter bis Ende Juli gefunden werden solle.
Ziel der Europäer ist es, einen gemeinsamen Kandidaten zu präsentieren, der weitreichende Erfahrungen auf dem Gebiet der internationalen Finanzbeziehungen hat. Bisher gibt es fünf Anwärter auf europäischer Seite: Der Niederländer und Ex-Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem, der frühere EU-Kommissar Olli Rehn, die spanische Wirtschaftsministerin Nadia Calvino, der Portugiese und Vorsitzende der Eurogruppe Mario Centeno und die ehemalige Vize-Präsidentin der EU-Kommission, Kristalina Georgiewa aus Bulgarien.
Die Französin Lagarde soll an die Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) wechseln. Die Führung des Weltwährungsfonds mit Sitz in Washington ist traditionell in europäischer Hand. (dpa)
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