Elise Mertens hat im Erstrundenmatch bei ihrer dritten Wimbledon-Teilnahme einen starken Eindruck hinterlassen. Die 23-Jährige deklassierte die in Belgien geborene Französin Fiona Ferro (WTA 100) in 50 Minuten mit 6:2, 6:0. Mertens spielte hochkonzentriert und leistete sich kaum vermeidbare Fehler. Immer wieder setzte sie die heillos überforderte Französin unter Druck, die bereits früh im Match die Nerven verlor. Mertens blieb fokussiert, streute ein ums andere Mal erfolgreiche Netzangriffe ein und zog schlussendlich vollkommen verdient in die zweite Runde ein.
Alison Van Uytvanck (WTA 58) hatte ein ungleich schwierigeres Match zu bestreiten. Mit der Russin Svetlana Kuznetsova (WTA 104) musste die 25-Jährige aus Vilvoorde gegen eine zweifache Grand-Slam-Siegerin (US Open 2004 und Roland Garros 2009) antreten. Van Uytvanck startete glänzend und zeigte bis Mitte des zweiten Satzes eine ihrer besten Saisonleistungen. Den ersten Durchgang sicherte sich die Belgierin hochverdient mit 6:4. Die Partie war gespickt mit harten Grundlinienduellen, die zunächst häufig an die Belgierin gingen. Auch im zweiten Spielabschnitt lag Van Uytvanck bereits mit 4:1 in Front und hatte wenig später sogar Spielbälle zum 5:2. Dann schlug jedoch die Stunde der Routinierin, die es schaffte, den Kopf noch aus der Schlinge zu ziehen. Sie holte sich fünf Spiele in Folge und sicherte sich den zweiten Durchgang mit 6:4. Im dritten Satz stabilisierte sich Van Uytvanck wieder. Gerade die langen Ballwechsel gingen wieder vermehrt an die Belgierin. Kuznetsova wirkte müde und machte häufiger einfache Fehler. Nach großem Kampf konnte Van Uytvanck schlussendlich ihren ersten Matchball zum 6:4, 4:6, 6:2 nutzen.
Für beide Belgierinnen geht es am Donnerstag weiter auf dem heiligen Rasen in London. (svm)

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