Kurz nach dem Ende der Prüfungen stand am Samstag die belgische Meisterschaft der Klassen Junioren (Jahrgänge 2000 und 2001) sowie Espoirs (1997 bis 1999) statt. Aus ostbelgischer Sicht waren Elène und Marie Fickers vom LAC Eupen sowie Tom Reuter vom AC Eifel am Start. Da alle drei noch nicht lange ihre Prüfungen hinter sich haben, fand der Wettkampf für sie zu keinem günstigen Zeitpunkt statt. Das fand auch Marie Fickers, für die im September das letzte Jahr ihres Logopädiestudiums beginnt: „Ich habe während der Prüfungen schon regelmäßig trainiert, aber halt weniger und den Prüfungen angepasst. Wir sind nun nach den Prüfungen im Aufbau und nicht spezifisch für einen Wettkampf vorbereitet. Da fast alle in den beiden Kategorien aus den Prüfungen kommen, denke ich der Zeitpunkt ist nicht sehr günstig. Das sollte man mal überdenken. Aus den vergangenen Jahren sind wir es jedoch gewohnt kurz nach den Prüfungen einen Wettkampf zu bestreiten, da sonst die belgische Meisterschaft aller Klassen zum gleichen Zeitpunkt stattfand.“ Die 21-jährige Marie Fickers erzielte dann auch das beste Resultat unter den ostbelgischen Teilnehmer. Sie startete über 400 Meter. Da es auf den letzten 150 Metern starken Gegenwind gab, hat sie in Absprache mit ihrem Trainer die Taktik angepasst. „Es hieß, den Start schnell anzugehen und mich in der ersten Kurve gut zu platzieren. Die ersten 200 Meter sollte ich in 26 Sekunden laufen. Am Ende war der Wind dann auch gut zu spüren.“ Sie gewann in 56,11 Sekunden mit einem deutlichen Vorsprung von 1,12 Sekunden vor Maury Valck aus Gent. Dritte wurde in 57,67 Sekunden Jana Jansen aus Mol. Mit ihrem Ergebnis war Marie Fickers ganz zufrieden: „Ich nähere mich damit meiner Bestzeit, die bei 55,15 Sekunden liegt. Der erste Platz war dann natürlich ein schöner Bonus.“ Demnächst geht es dann auch weiter mit den Wettkämpfen. „Meine Schwester Lisa und ich starten wahrscheinlich am 17. Juli beim internationalen Meeting in Lüttich. Eventuell laufe ich auch drei Tage später in Heusden.“ Sie wird auch wieder über die Unterdistanzen 200 und 300 Meter starten. „Ich bereite mich derzeit auch für die 400 Meter Hürden vor. Ich möchte einfach mal was anderes machen und werde demnächst auch in dieser Disziplin an den Start gehen.“ Das Hauptziel des Sommers ist die Landesmeisterschaft aller Klassen Ende August. Hier hat sie es schon zwei Mal auf Podium über die 400 Meter geschafft.
Ihre jüngere Schwester Elene, die das erste Jahr ihres Kinesitherapiestudiums bestanden hat, startete über 200 Meter bei den Juniorinnen. Sie war von den Strapazen der Prüfungszeit noch nicht erholt und verletzte sich nach 150 Metern. Sie beendete das Rennen nicht.
Tom Reuter (AC Eifel) startete über 5.000 Meter bei den Espoirs. Über diese Distanz machte die drückende Hitze den Startern das Leben besonders schwer. Reuter beendete kürzlich sein erstes Jahr als Sportstudent: „Die Prüfungen haben schon Spuren hinterlassen, und ich brauche noch etwas Zeit, um wieder in Form zu kommen. Ich hatte es die ganze Woche mit der Hitze schwer und das hat sich im Wettkampf dann auch bestätigt.“ Er beendete den Lauf als Achter in 16:21 Minuten und blieb damit etwa eine halbe Minute hinter seiner Bestzeit zurück. „Es war sehr sehr hart bei den Temperaturen zu laufen. Auf der einen Seite finde ich, dass das Ergebnis in Ordnung war. Auf der anderen Seite bin ich aber nicht ganz zufrieden“, so Reuter.Nun haben die Athleten Zeit, ihre Form zu verbessern. Am 17. und 20. Juli stehen dann die stark besetzten Meetings in Lüttich und Heusden auf dem Programm. (mbr)

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