In den letzten drei Jahrzehnten gab es durchschnittlich 238.000 Streiktage pro Jahr, aber unter der Regierung Michel explodierte der Zähler. 2014, im ersten Jahr der Schweden-Koalition, wurden 853.000 Streiktage registriert. Auch 2016 waren es mehr als 2018, die Jahre dazwischen waren ruhiger. Diese Regierung ist diejenige, die seit Dehaene I. am meisten mit Arbeitsniederlegungen konfrontiert war: 9,7 Streiktage monatlich pro 1.000 Arbeitnehmer. Zum Vergleich: Di Rupo 6,3 Tage, Leterme I sechs Tage, Verhofstadt I 5,8 Tage usw. Unter Dehaene I wurden 13,8 Streiktage gezählt.
Nicht alle Streiks waren politisch motiviert: Im vergangenen November zum Beispiel betraf die Mehrheit der Streiktage das Postunternehmen bpost. Aber die große politischen Streiks wogen schwer: u.a. wegen des gesetzlichen Rentenalters, der Indexsprünge oder der Degressivität des Arbeitslosengeldes.(gz/belga)

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