1.000 Aktive beim „Lauf für das Leben“ in Eupen

Das Militärgelände im Eupener Ortsteil Schönefeld ist der Schauplatz für die Großveranstaltung, die am Samstag um 14.30 Uhr eröffnet wird. „Wir hatten Startschwierigkeiten, doch je mehr Aufklärungsarbeit wir geleistet haben, umso mehr haben wir Skepsis ausgeräumt und Zuspruch erfahren“, kommentiert Adrienne Leffin die Entwicklung in den vergangenen Wochen und Monaten. Sie gehört mit elf anderen Personen dem Organisationskomitee an und ist in diesem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Der „Lauf für das Leben“ wird seit 1985 international organisiert und ist in rund 30 Ländern sowie in 32 übrigen belgischen Städten verankert. Für Ostbelgien stellt die Veranstaltung am Samstag und Sonntag eine Erstauflage dar, sodass das Konzept zunächst einmal der Öffentlichkeit erläutert werden musste. Inzwischen sind es nahezu 1.000 eingeschriebene Aktive. 24 Stunden lang müssen die Teams auf der Laufbahn der Kmile-Anlage präsent sein. „Viele Gruppen bereiten sich gewissenhaft vor und arbeiten Stundenpläne aus, sodass sie immer in kleineren Gruppen auf der Bahn vertreten sein werden“, berichtet Leffin.

Ursprünglich war man von 20 Teams ausgegangen, nun sind es 27, die sich aktiv beteiligen werden – sei es aus dem Norden oder dem Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft: angefangen von einer Tanzsportgruppe über verschiedene Unternehmen bis hin zu diversen Privatinitiativen. Kleinere Teams haben 25 bis 30, größere über 90 Teilnehmer – und das generationsübergreifend. Da es keinen sportlichen Wert bei diesem „Lauf“ gibt, werden die Runden nicht gezählt und keine Zeiten gemessen.

Ziel ist es, Menschen, die den Krebs besiegt haben oder noch gegen diesen kämpfen, zu feiern, Menschen, die an Krebs gestorben sind, zu ehren und gemeinsam gegen den Krebs zu kämpfen. Auch 41 Personen, die sich aktuell in Behandlung befinden und hier das Prädikat „Kämpfer“ tragen, haben sich angemeldet und werden vor Ort von einem Team des Eupener Krankenhauses betreut werden.

„Stiftung gegen Krebs“ darf sich jetzt schon über 20.000 Euro aus Ostbelgien freuen.

Rund 20.000 Euro wurden bereits an Spenden zusammengetragen. Deutlich mehr soll es noch am kommenden Wochenende werden, wenn die Veranstaltung von einem bunten Rahmenprogramm begleitet wird. Der emotionalste Höhepunkt wird sicherlich die Kerzenzeremonie am Samstagabend sein“, weist unsere Gesprächspartnerin auf die Aktion hin, die sicherlich keinen unberührt lassen wird. Mit dieser soll all jenen gedacht werden, die an Krebs gestorben sind, und den Kämpfern Hoffnung und Mut schenken. Dabei kann jeder eine Kerzentüte kaufen, auf die ein Name, ein Gedanke oder eine Botschaft geschrieben wird. Diese Laternen werden dann entlang der Laufbahn aufgestellt und in der Abenddämmerung angezündet. Anne Lemmens wird zudem auf der Geige spielen.

Jeder, der den Kampf gegen den Krebs unterstützen, ist willkommen und kann spontan ein paar Runden zurücklegen. Er kann sich vorab online in das offene Team „Freunde des Laufs für das Leben" einschreiben (www.relaispourlavie/eupen) oder sich am Tag selbst, gerne auch mit Hund, am Empfang melden. Die Einschreibegebühr beträgt zehn Euro und wird wie alle anderen Einnahmen der „Stiftung gegen Krebs“ zukommen. „Diese wird die hier erzielten Erlöse für Projekte in der Region einsetzen“, sagt Adrienne Leffin. Auch Armbändchen und Bandanas können für fünf Euro vor Ort erworben werden.

Nach einem jüngsten Aufruf konnte auch ein letzter Engpass im Bereich der Helfer gelöst werden, sodass 50 Personen dafür Sorge tragen werden, dass die Premierenveranstaltung reibungslos über die Bühne gehen wird. Wird es 2020 eine Neuauflage geben? „Unser Ziel ist es, dass die Veranstaltung im Prinzip jedes Jahr stattfindet und diese einen festen Platz in der ostbelgischen Agenda erhält“, so Adrienne Leffin.

Auf dem Gelände wirdübrigens bargeldlos bezahlt werden können. Die Gäste können einen Chip aufladen und sollte am Ende der Veranstaltung auf diesem noch ein Restbetrag stehen, so kann dieser zurücküberwiesen werden.

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