Eden Hazard: „Ich denke, es ist ein Abschied“

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Eden Hazard (links) wird den FC Chelsea wohl in Richtung Real Madrid verlassen. | Foto: Photo News

Arsenal hingegen verpasste den ersten internationalen Erfolg seit 25 Jahren und die verspätete Qualifikation für die Champions League. „Es war eine tolle Nacht für die ganze Chelsea-Familie. Es ist ein super Gefühl, wenn man so eine Begegnung gewinnt“, sagte Hazard, der nach Schlusspfiff seinen Abschied aus London andeutete.

Wechsel vor Abschluss: Hazard wohl für 130 Millionen Euro zu Real Madrid.

„Ich denke, es ist ein Abschied, aber im Fußball weiß man nie. Mein Traum war es, in der Premier League zu spielen, und das habe ich sieben Jahre lang getan. Vielleicht ist jetzt die Zeit für eine neue Herausforderung gekommen“, sagte der 28-Jährige, der zuletzt mit Real Madrid in Verbindung gebracht worden war. Nach übereinstimmenden Medienberichten wird sein Wechsel in den kommenden Tagen in trockene Tücher gebracht. Als Ablösesumme stehen satta 130 Millionen Euro im Raum, zudem soll Hazard in der spanischen Metropole jedes Jahr rund 23 Millionen Euro erhalten.

Während die Gunners im kommenden Jahr zum dritten Mal in Folge im vermeintlichen „Cup der Verlierer“ antreten müssen, feierte Chelsea dank der Tore von Olivier Giroud (49.), Pedro (60.) sowie des überragenden Hazard (65., Foulelfmeter und 72.) eine starke Spielzeit. Platz drei in der Premier League, nun der Finalcoup für den sechsmaligen englischen Meister, der im Halbfinale DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt aus dem Weg geräumt hatte. Arsenal gelang durch Alex Iwobi (69.) nur das zwischenzeitliche 1:3.

Vor den Augen des aserbaidschanischen Autokraten Ilham Alijew und UEFA-Boss Aleksander Ceferin, die im mit rund 50.000 Zuschauern längst nicht ausverkauften Stadion nebeneinander saßen, wirkte Özil oft wie ein Fremdkörper. Der frühere deutsche Nationalspieler, anders als Shkodran Mustafi und Torhüter Bernd Leno in der Startelf, verschleppte mit vielen Querpässen immer wieder das Tempo.

Für Arsenals Höhepunkte einer taktisch geprägten ersten Halbzeit sorgten daher andere, Pierre-Emerick Aubameyang beispielsweise. Mit seinem Schuss aus der zweiten Reihe (9.) verfehlte der Ex-Dortmunder das Tor und eine frühe Führung aber noch deutlich. Beim Distanzschuss des früheren Gladbachers Granit Xhaka hingegen touchierte der Ball die Oberkante der Latte (29.).

Zu diesem Zeitpunkt hatte der vermeintliche Außenseiter längst das Kommando übernommen - und fast auch der Videobeweis seine Premiere in der Europa League gefeiert. Das Gespann um den italienischen Referee Gianluca Rocchi (Italien) sah aber keinen Anlass, die durchaus kritische Szene zwischen Blues-Torhüter Kepa Arrizabalaga und Arsenal-Stürmer Alexandre Lacazette (18.) zu überprüfen.

Auf der anderen Seite hatte bei den guten Aktionen meistens der von Real Madrid umworbene Hazard seine Füße im Spiel. Der belgische Nationalspieler, der wohl bald seinen Abgang verkünden wird, läutete vor der Pause auch Chelseas beste Phase ein, in der Weltmeister Giroud (40.) Torwart-Idol Petr Cech in dessen letzten Karrierespiel zu einer Glanztat zwang. Beim nächsten Abschluss des Franzosen war Cech aber machtlos, der Flugkopfball von Giroud nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff schlug präzise im kurzen Eck ein. Der Treffer brachte prompt mehr Räume und Tempo in das Spiel - mit der perfekten Fortsetzung für Chelsea. Eine Flanke von Hazard vollendete Pedro diesmal ins lange Eck, kurz danach traf Hazard selbst vom Punkt. Arsenals Hoffnung nach dem Traumtor des eingewechselten Iwobi währte nur bis zu Hazards zweitem Streich. (mn/sid)

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