Großer Gewinner war Primoz Roglic (Jumbo-Visma). Der slowenische Spitzenreiter vom Team Jumbo-Visma kam in der nur sechsköpfigen Kopfgruppe ins Ziel und baute seine Führung im Gesamtklassement weiter aus. Tom Dumoulin (Sunweb), Giro-Sieger von 2017 und Vorjahres-Zweiter, fiel nach einem Sturz fast aussichtslos zurück.
Durch eine Sturzserie fünf Kilometer vor dem Ziel war das Feld in mehrere Gruppen auseinandergerissen. Die Mitfavoriten um den britischen Vuelta-Sieger Simon Yates (Mitchelton-Scott) und den zweimaligen Giro-Sieger Vincenzo Nibali (Italien/Bahrain-Merida) verloren dabei je 16 Sekunden auf Roglic und liegen im Gesamtklassement auf den Plätzen zwei und drei nun schon 35 beziehungsweise 39 Sekunden zurück.
Viel schlimmer erwischte es aber Dumoulin. Der Niederländer krachte sechs Kilometer vor dem Ziel in den Straßengraben und rollte angeschlagen mit über vier Minuten Rückstand über die Linie. „Das ist wahnsinnig bitter für uns. Wir müssen mal schauen, ob und wie schwer sich Tom verletzt hat“, sagte Sunwebs Sportlicher Leiter Matthew Winston. „Ich entscheide morgen früh, ob ich weiterfahre“, so Dumoulin selbst.
Roglic wollte Dumoulin allerdings noch nicht abschreiben. „Das ist natürlich schade für Tom, aber vorbei ist es für ihn noch nicht. Wir haben in der Geschichte des Giro oft genug gesehen, dass viel passieren kann“, sagte der Topfavorit.
Die fünfte Etappe führt am Mittwoch über 140 Kilometer von Frascati nach Terracina und bietet den Sprintern erneut die Chance zum Etappensieg. Die letzten 40 Kilometer inklusive der Zielankunft am südlichsten Punkt des diesjährigen Giro sind topfeben.
Top-Sprinter Fernando Gaviria (UAE) muss unterdessen ab sofort auf seinen Landsmann und Anfahrer Juan Sebastian Molano verzichten. Der Kolumbianer wurde von seinem Team nicht mehr an den Etappenstart in Orbetello geschickt. Wie es in einer Mitteilung des Rennstalls hieß, seien im Rahmen des teaminternen Monitoring-Systems bei Molano „ungewöhnliche physiologische Ergebnisse" festgestellt worden.
In den kommenden Wochen werde man in Zusammenarbeit mit dem Radsportweltverband UCI weitere Tests durchführen um die Ursache für die Auffälligkeiten herauszufinden. Bis die Ergebnisse vorlägen, werden keine weiteren Informationen zu dem Fall veröffentlichen. (sid/jph)

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