Nach der Flugzeugkatastrophe in Moskau gehen die Ermittler verschiedenen möglichen Ursachen für das Unglück mit 41 Toten nach. Untersucht werde, ob die Piloten und das technische Personal ausreichend qualifiziert gewesen seien, teilte das staatliche Ermittlungskomitee am Montag in Moskau mit.
Untersucht würden auch mögliche technische Ursachen an dem Suchoi Superjet-100 sowie Wettereinflüsse. Überlebende Passagiere hatten von einem Blitzeinschlag berichtet. Danach seien Teile der Technik an Bord ausgefallen, hieß es. Die Maschine der Gesellschaft Aeroflot geriet nach einer Bruchlandung in Brand.
Viele Menschen wurden wegen Verbrennungen, Rauchvergiftungen und Brüchen in Krankenhäuser gebracht, wie Rettungskräfte berichteten. Gesundheitsministerin Veronika Skworzowa sagte, dass viele Überlebende unter Schock stünden. Psychologen kümmerten sich auch um die Hinterbliebenen, sagte sie. Das Unternehmen Aeroflot veröffentlichte eine Liste der 33 überlebenden Passagiere auf seiner Internetseite. Es überlebten auch vier Besatzungsmitglieder. Insgesamt waren demnach 78 Menschen an Bord. Je Todesopfer will Aeroflot 5 Millionen Rubel (rund 69.000 Euro) an die Hinterbliebenen zahlen.
Der Jet war am Sonntagabend kurz nach dem Start wegen technischer Probleme auf den Flughafen Moskau-Scheremetjewo zurückgekehrt. In russischen Medien sagte der Pilot der Unglücksmaschine, dass nach einem Blitzeinschlag die Funkverbindung zusammengebrochen sei. Er habe den Superjet dann im Havariemodus steuern müssen. Feuer gefangen habe das Flugzeug erst nach der Bruchlandung. Die Geschwindigkeit beim Aufsetzen sei „normal“ gewesen, sagte der Pilot. Er wies damit Vermutungen zurück, die Maschine sei mit zu hohem Tempo im Anflug gewesen. Aeroflot hatte ihm eine große Erfahrung bescheinigt. (dpa)

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