Die Besucher des Wochenmarktes staunten am Mittwoch nicht schlecht: Eine Kreuzung war übersät mit Hundekot - und die Gesichtsausdrücke einiger Menschen sprachen Bände. Was aber kaum jemand im ersten Moment bemerkte: die Hinterlassenschaften der Vierbeiner waren „Fake“.
Ausgedacht hat sich die künstlichen Hinterlassenschaften der Vierbeiner Wavres Schöffe Paul Brasseur. „Die Idee dazu ist mir im Wahlkampf gekommen“, äußerte er sich gegenüber der Tageszeitung „La Dernière Heure.“ Ziel der Aktion: Aufmerksamkeit erregen, und das um jeden Preis. „Die Fülle an Hundekot ist ein echtes Problem in unserer Stadt“, meint Pressesprecherin Sophie Chavée. Und da die traditionellen Wege der Kommunikation kaum Früchte getragen haben, wurde nun die Extrem-Maßnahme zur Sensibilisierung initiiert. „Wir wollten eben einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen“, erklärt Paul Brasseur. Und das ist gelungen - zumindest medial. Denn die „Hundekot-Kreuzung“ war in etlichen belgischen Medien präsent.
Unterstützt wurden die Gemeindeverantwortlichen, die auch biologisch abbaubare Hundekotbeutel verteilten, übrigens von Beamten der Polizei, die das persönliche Gespräch zu Hundebesitzern suchten, um zu informieren. Was viele nicht wussten: Wer in der Gemeinde beim Auslegen von Tretminen aus Kot erwischt wird, muss blechen. Kostenpunkt: Zwischen 60 und 120 Euro. (calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren