In einer ersten Phase, die auf sechs Monate angelegt ist, gibt es drei Sammelstellen für Dosen. An drei öffentlich zugänglichen Plätzen stehen Maschinen, in die die Dosen deponiert werden können. Für jede Dose gibt es fünf Cent in Form eines Kaufgutscheins, der in Good-Food-Läden oder in ausgesuchten Horeca-Betrieben eingetauscht werden können.
Das Projekt wurde von Umweltministerin Céline Fremault (CDH) und Staatssekretärin Fadila Laanan (PS), zuständig für die öffentliche Sauberkeit, in Zusammenarbeit mit Fost Plus, der Freien Universität Brüssel (ULB), der Katholischen Universität Löwen (UCL) und der Stadt Brüssel lanciert. Ziel ist es, die Anzahl achtlos weggeworfener Getränkedosen zu reduzieren.
Auf dem ULB-Campus wurden Sammelmaschinen an den Eingängen der Mensen an der avenue Paul Héger in Ixelles und an der UCL in Woluwe-Saint-Lambert aufgestellt. Ein dritter Apparat steht auf dem Place de la Monnaie in Brüssel.
Die Bedienung dieser Apparate ist ziemlich einfach: Man wirft eine oder mehrere Dosen in die Maschine und erhält im Gegenzug einen Gutschein. Die Liste der Läden und Lokale, wo der Gutschein eingetauscht werden kann, findet man im Internet unter www.primeretour.brussels.
Jede der Maschinen hat ein Fassungsvermögen von 4.500 Dosen. Die Testphase wird sich über minestens sechs Monate erstrecken. Während dieser Zeit soll einerseits geprüft werden, wie das Projekt angenommen wird und andererseits, ob das Pfandsystem tatsächlich zu mehr Sauberkeit im öffentlichen Raum beiträgt. Die Stadt Brüssel setzt große Hoffnungen in dieses Pilotprojekt, da gerade das Stadtzentrum mit seinem hohen Touristenaufkommen täglich mit besonders großen Abfällmengen zu kämpfen hat. Zusammen mit „Bruxelles-Propreté“ wird die Stadt mehrfach den eingesammelten Müll kontrollieren, um zu sehen, ob dank des Dosenpfands auch tatsächlich weniger Dosen achtlos weggeschmissen werden.
Von städtischer Seite ist in naher Zukunft eine zweite Sammelmaschine geplant, die allerdings außerhalb des touristischen Zentrums installiert werden soll. (um/belga)
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