Eupen geht der Luftqualität auf den Grund

<p>Auf dem Rathausplatz wurde ein Gerät für Rußpartikelmessungen aufgestellt.</p>
Auf dem Rathausplatz wurde ein Gerät für Rußpartikelmessungen aufgestellt. | Foto: Heinz Gensterblum

Bürgermeisterin Claudia Niessen (Ecolo) erwartet konkretes Zahlenmaterial, das die Diskussion über mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität objektiviert. Im Rahmen des Projektes wird die Luftqualität im Stadtgebiet erstmals hochauflösend gemessen. Das Institut wird anschließend Vorschläge erarbeiten, ob und wo eine solche Zone sinnvoll sein könnte und ob noch andere gezielte Aktionen durchgeführt werden sollen.

Benjamin Bergmans, der die Studie beim ISSep verantwortet, wird mit seinem Team die Luft in allen Straßen auf den Grund gehen und an zahlreichen Standorten Messungen vornehmen. Auf Basis des Zahlenmaterials wird eine Karte entwickelt, die Auskunft über die Luftqualität auf dem gesamten Stadtgebiet gibt. Dann wird man beispielsweise genau wissen, ob man beim Flanieren in der Begegnungszone schlechte Luft einatmet und welche Auswirkungen der Schulverkehr in den Morgen- und Nachmittagsstunden hat. „Wir wollen zeigen, wo Maßnahmen erforderlich sind, die einen Impakt auf die Gesundheit der Bürger haben“, betonte Bergmans.

Aufwendige Rußpartikelmessungen werden seit Mitte März vor dem Rathaus und in der Kirchstraße durchgeführt. Der Start in der kälteren Jahreszeit war für die Auswertungen wichtig, da die meteorologischen Bedingungen Auswirkungen auf die Messungen haben. An verschiedenen Stellen der Stadt werden Radargeräte installiert, die präzise Verkehrszählungen liefern sollen. Am Ende soll eine flächendeckende Analyse stehen, die ein aussagekräftiges Gesamtbild zeichnet. „Die Stadt entscheidet, was gemacht wird“, unterstrich Bergmans.

Diese Studie soll eine Debatte über mögliche Maßnahmen anstoßen. „Was dann umgesetzt wird, ist jetzt noch völlig offen“, versicherte Bürgermeisterin Niessen. Ihr geht es vor allem um eine Sensibilisierung der Bürger. Doch auch eine Fußgängerzone oder eine Sperrung von Abschnitten für (manche) Fahrzeuge könnte dann Thema werden. (hegen)

Andere interessante Artikel auf GrenzEcho.net

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment