Schneearmer Winter machte Skibetrieben Strich durch die Rechnung

„Die Skisaison war für uns viel zu kurz, wir konnten in diesem Jahr nur an etwa zehn Tagen öffnen, weitaus weniger als im vergangenen Jahr“, sagte Alexandre Féchir, der den Skiverleih am Signal de Botrange im Hohen Venn betreibt. Erst Ende Januar meldeten die meisten Anbieter im Hohen Venn sowie in den Gebieten der belgischen Eifel eine für den Langlauf ausreichende Schneedecke. Besser lief es im Elsenborner Skizentrum Herzebösch, wo man von einem verhältnismäßig guten Resultat sprach.

Elsenborn konnte eine Woche früher öffnen als die anderen Skizentren.

„Weil unsere Loipen vielfach über offene Felder verlaufen, verteilte sich der Schnee hier besser und wir konnten etwa eine Woche vor den anderen Skizentren öffnen“, erklärte der dortige Leiter Ignaz Halmes. Das hatte viele Anfragen von Schulen aus Flandern und der Wallonie zur Folge. „An manchen Tagen mussten wir einigen Schulklassen absagen, weil einfach nicht genügend Skimaterial zur Verfügung stand“, so Halmes. Insgesamt wurden in Elsenborn 6.600 Skifahrer gezählt. Nur wenige Kilometer weiter in Rocherath zog Günter Mertens von der dortigen Skihütte ein schlechteres Fazit: „Wir hatten nur an sechs Tagen geöffnet, weil einfach zu wenig Schnee lag“, sagte er und schloss sich damit der Einschätzung der meisten anderen Betriebe an.

Große Erwartungen in die Saison hatte auch der Skiclub Ovifat als Betreiber der einzigen ostbelgischen Alpinskipiste gesteckt, denn zum ersten Mal kamen dort die beiden neuen Schneekanonen zum Einsatz. „Wir konnten die Pisten Ende Januar in einer Phase mit starkem Nachtfrost sehr gut vorbereiten. Doch leider blieben uns die Minustemperaturen nicht lange erhalten so dass wir nur auf insgesamt 13 Skitage kommen – weniger als im Vorjahr“, sagte Günter Elsen vom Skiclub Ovifat. Der Einsatz der Schneekanonen verschaffte somit nur vier zusätzliche Öffnungstage. (jw)

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Für die Skiverleiher wie hier am Signal de Botrange fiel die Saisonbilanz mit wenigen Ausnahmen sehr verhalten aus. | Dominik Ketz/TAO

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