Mit dem Begriff „Heimat“ verbindet wohl jeder Mensch etwas sehr Persönliches. Das Kunstprojekt HEIMArT möchte zur Auseinandersetzung einladen, mit dem, was mich mit meiner Heimat verbindet und ich in meinem tiefsten Inneren wie ein „Schatz“ behüte, die Hiesigen sowie die neu Hinzugezogenen. Die Einen aus Angst, etwas zu verlieren, die Anderen aus Angst, ihre Heimat ganz zu verlassen oder sogar zu verraten. Verschiedene Partner haben sich bereits in der Planung des Projekts zusammengeschlossen: die sozialen Treffpunkte Animationszentrum Ephata und Viertelhaus Cardijn, sowie die Viertelinitiativen Bergviertel und „Die Unterstadt – ein starkes Viertel“.
Als Methode soll mit den Mitteln der LandArt-Kunstrichtung gearbeitet werden. Aus Naturmaterialien werden in der Natur Kunstwerke geschaffen, die sich selbst überlassen bleiben. Die kreative Arbeit findet in der Natur statt und verwendet fast ausschließlich natürliche Werkstoffe. Als Ort wurde der Zusammenfluss von Hill und Weser in der Eupener Unterstadt gewählt. Projektautorin Petra Michel-Neumann meint dazu: „Dieser Ort könnte so ein Ort unser aller gemeinsamen Heimat werden, den wir gemeinsam schützen und respektieren würden. Dadurch, dass sich für die Ureupener dieser Ort neu darstellt, ist das die Gelegenheit, sich ihn mit den Neueupenern gemeinsam neu anzueignen. Wenn wir dort gemeinsam etwas mit all unseren ‚Schätzen‘ gestalten, entsteht dort etwas ganz Neues, noch nie Dagewesenes. So wie die Weser durch die Hill nicht mehr ‚nur‘ die Weser ist. Auch die große Kreuzung (Monschau, Malmedy , Verviers, Aachen) ist ein starkes Symbol und bekräftigt die Wahl dieses Ortes.“
So möchte auch das Kunstprojekt den Zusammenhalt der Menschen fördern, die in Eupen geboren sind sowie diejenigen, die hier einen neuen Anfang suchen, und so helfen, (s)eine Heimat neu zu entdecken. Auch kann das Projekt ein konkreter Ansatz werden zur Gestaltung des Platzes. Angesprochen sind Einzelteilnehmer und Gruppen aller Altersstufen, Hiesige und Zugezogene. Das Projekt soll in mehreren Etappen angegangen werden, beginnend mit einem ersten Treffen am Mittwoch, 13. Februar, um 19Uhr im Viertelhaus Cardijn, Hillstraße 7. Zu diesen Etappen soll auch eine Begehung der Unterstadt mit geschichtlichen, kurzweiligen Erläuterungen gehören, um auch typische hiesige Werkstoffe kennenzulernen, die mit in die Gestaltung einfließen können. Die Abschlussveranstaltung
Mitte Juni könnte dann zu einem regelrechten Happening der verschiedenen Künstler und teilnehmenden Gruppen im öffentlichen Raum werden. (red)
Nähere Informationen bei den Veranstaltern, AZ Ephata (087/56.15.10,
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