Einer der ältesten Vermisstenfälle des Landes ist endlich aufgeklärt. Simon Lembi, ein damals 14-jähriger Junge mit angolanischen Wurzeln, verschwand am 12. November 1999 aus seiner Heimat in der Brüsseler Gemeinde Saint-Gilles und galt seitdem als vermisst. Beinahe 20 Jahre später ist er wieder aufgetaucht. Wie die Staatsanwaltschaft von Brüssel am Mittwoch während einer Pressekonferenz mitteilte, sei der Junge damals weggelaufen um den schwierigen Familienverhältnissen, in denen er lebte, zu entkommen. Aus Respekt vor seiner Privatsphäre wurden darüber hinaus keine Informationen über sein neues Leben preisgegeben.
Ein Verwandter von Simon Lembi hatte dafür gesorgt, dass die Ermittlungen nach dem Verbleib des vermissten Jungen im November wieder aufgenommen worden waren. Eine Person, die dem jungen Mann nahe steht, stellte schließlich die Verbindung zwischen ihm und dem 14-jährigen Jungen her, der 1999 unter dem Namen Simon Lembi verschwand.
Simon Lembi war nur zehn Tage vor seinem Verschwinden 1999 mit seiner Familie aus Angola nach Belgien gekommen. Er ist das älteste von vier Geschwistern. Am Tag seines Verschwindens soll Simon Lembi seine alleinerziehende Mutter gegen 17 Uhr gebeten haben, in einem nahegelegenen Gemeindezentrum fernsehen zu dürfen. Aber der Junge kam nie zurück, bis heute. Inzwischen ist er 33 Jahre alt. (belga)

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