Eine Umfrage unter den Mitgliedsbetrieben der Tourismusagentur Ostbelgien (TAO) ergab, dass drei Viertel der Betriebe von einer gleichbleibenden Auslastung ausgehen. Die Auslastung der Hotels und Gästezimmer liegt mit durchschnittlich 58 % im Juli und 44 % im August (Stand: 5. Juli) noch etwas unter dem Niveau des Vorjahres.
Da die Zahlen in diesem Jahr in der ersten Ferienwoche erhoben wurden, dürften kurzfristige Buchungen noch einen positiven Einfluss auf die Belegung haben, hieß es. Die Betreiber von Hotels und Gästezimmern schätzen den Anteil der Last-Minute Buchungen im Durchschnitt auf 30 % . Insgesamt gehen 83 % dieser Betriebe von einer gleichbleibenden Auslastung im Vergleich zu 2022 aus. Die Eigentümer von Ferienwohnungen, Feriendörfern und Campingplätzen melden eine durchschnittliche Auslastung von 70 % für die Sommerferien, wobei mehrere Betriebe mitteilten, dass sie bereits ausgebucht sind. In diesem Bereich erwarten die Betreiber einen Last-Minute-Anteil von 13 % . Im Vergleich zu 2022 sehen 71 % der Befragten eine gleichbleibende Auslastung voraus. Je nach Unterkunftssegment ist die Aufenthaltsdauer der Gäste sehr unterschiedlich. Während 57 % der Gäste von Ferienwohnungen Aufenthalte von fünf Nächten oder mehr buchen, ist diese Aufenthaltsdauer bei Hotels und Gästezimmern überaus selten. Hier reservieren 43 % der Gäste zwei Übernachtungen, 29 Prozent nur eine Übernachtung.

Laut Umfrage zur Herkunft der B&B- und Hotelgäste steht Flandern auf dem ersten Platz, die Wallonie auf dem Zweiten. Der dritthäufigste Herkunftsort ist Deutschland, die Niederlande befinden sich bei den bisherigen Buchungen nur auf dem vierten Platz. Dieses Ergebnis unterscheidet sich von jenem der Campingplätze und Ferienwohnungen, die für den Sommer vor allem flämische und niederländische Gäste verzeichnen. Die dritt- und vierthäufigsten Gruppen sind hier Urlauber aus der Wallonie und Deutschland. Gäste aus anderen Regionen oder aus Ostbelgien sind insgesamt eher selten. In Bezug auf aktuelle Buchungstrends berichten 52 % der Hotelbetreiber und 58 % der Ferienwohnungsanbieter, dass sich die Aufenthaltsdauer ihrer Gäste verkürzt hat. Außerdem gaben die Hälfte der Hotel- und ein Drittel der Ferienwohnungsbetreiber an, dass der Anteil an kurzfristigen Buchungen zunimmt.
Auf Seiten der Ferienwohnungen wurde dem Wetter, Spezialangeboten und Veranstaltungen wenig bis keinen Einfluss auf die Buchungen der Gäste zugemessen. Allerdings stellt die wirtschaftliche Lage für ein Drittel der Befragten einen großen Einfluss dar. Die Mehrheit der Hotelbetreiber hingegen schreibt letzterem Punkt weniger Bedeutung zu als Veranstaltungen und dem Wetter.

Im Rückblick auf die Schulferien im frankofonen Landesteil im Mai geben sieben von zehn Betrieben an, dass diese Ferien keinen Einfluss auf die Buchungen hatten. Unter den Unternehmen, die eine Veränderung feststellten, überwiegt der Anteil derjenigen, die in diesem Zeitraum einen Rückgang der Buchungen bemerkten, im Vergleich zu denjenigen, die eine Zunahme verzeichneten. Für Kurzentschlossene bedeuten die Ergebnisse der Erhebung, dass es noch passende Unterkunftsmöglichkeiten gibt, die als Ausgangsort für zahlreiche Wanderungen und Radtouren in Ostbelgien dienen können. Abseits der Vielzahl an Rad- und Wanderwegen laden auch kulturelle Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen zum Besuch ein. Highlights sind dabei die großen Trödel- und Sommermärkte sowie die Konzertreihen Summertime, Vibrations und HAASte Töne?!. (red/sc)
Die Online-Umfrage wurde unter den Mitgliedsbetrieben der TAO durchgeführt. Die Befragung betrifft die Sommerferien 2023 und wurde zwischen dem 29. Juni und dem 5. Juli erhoben. Achtung: Die Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die ostbelgischen Betriebe, die an der Befragung teilgenommen haben.

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